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Der Kinderschänder redet wie ein Therapeut

Wortgewandt analysiert Ex-Schulsozialarbeiter B. vor Gericht seine Taten. Er habe sich eingeredet, es sei in Ordnung, 
Buben zu missbrauchen.

Während ihm der Richter (nicht auf dem Bild) eine Frage stellt, schaut B. zu Boden. Dann gibt er eine wortgewandte Antwort.
Während ihm der Richter (nicht auf dem Bild) eine Frage stellt, schaut B. zu Boden. Dann gibt er eine wortgewandte Antwort.
Valérie Chételat, Keystone

Das süffigste Plädoyer hält am Ende der Angeklagte selbst. «Für meine Neigung kann ich nichts», sagt B. in seinem Schlusswort, «aber ich kann etwas für die Taten, die ich begangen habe.» Auch wenn das für Aussenstehende nicht nachvollziehbar sei: «Es wird noch einen Moment dauern, bis ich wirklich begreife, was ich getan habe und was das für die Opfer bedeutet.» Es folgen Ausführungen darüber, wofür er sich schämt und bei wem er sich entschuldigen will. Zum Schluss sagt er: «Ich will, dass meine Strafe zugunsten einer stationären Therapie aufgeschoben wird. Nur so habe ich eine Chance auf ein Leben mit einer Perspektive.»

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