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Deal gescheitert: Nun geht die BLS aufs Ganze

BLS und SBB reichen je ein eigenes Konzessionsgesuch für Fernverkehrszüge ein.

Die BLS will definitiv eigenständig ins Geschäft mit den Fernverkehrslinien einsteigen – ohne die SBB.
Die BLS will definitiv eigenständig ins Geschäft mit den Fernverkehrslinien einsteigen – ohne die SBB.
Alessandro della Valle, Keystone

Bis gestern hätten sich die Bahnunternehmen BLS und SBB noch finden können. Nun aber steht fest: Die BLS will definitiv eigenständig ins Geschäft mit den Fernverkehrslinien einsteigen, eine Zusammenarbeit mit den SBB lehnt sie ab. Sowohl SBB als auch BLS haben gestern beim Bundesamt für Verkehr (BAV) ein Konzessionsgesuch eingereicht und ihre Projekte den Medien vorgestellt.

Die SBB wollen in den nächsten 15 Jahren das ganze Schweizerische Fernverkehrsnetz im Alleingang betreiben. Das sei nicht nur am günstigsten, sondern auch für die Kunden das Beste, argumentieren die Bundesbahnen. Die BLS hingegen fordert «die Öffnung des Monopols». Deshalb will sie ab 2022 unter anderen die Intercity-Linien von Interlaken nach Basel und von Brig durch den Lötschberg nach Basel übernehmen. Diese Pläne der BLS seien ambitioniert, aber durchaus realistisch, sagt der Berner Verkehrsökonom Philipp Wegelin.

Der Bund muss entscheiden

Nun muss das BAV die Gesuche beurteilen. Der Entscheid sollte bis zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember fallen. Sowohl für die Bahnen als auch für Beobachter gibt es wenige Anzeichen dafür, wie das Bundesamt entscheiden wird. Ob bereits im Dezember klar sein wird, wie das Schweizer Bahnnetz in Zukunft befahren wird, hängt davon ab, ob die Bahnunternehmen den Entscheid akzeptieren – oder ihn ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen

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