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Das Rathaus als Bauernstube

Der Bauernanteil im Grossen Rat hat erneut zugenommen: von 20 auf über 21 Prozent. Das heisst, 32 der 160 Grossratsmitglieder sind Landwirte oder bäuerlich verankert. Woher rührt diese überproportionale Beliebtheit?

Wer Kühe besizt, hat gute Wahlchancen.
Wer Kühe besizt, hat gute Wahlchancen.
Hans Wüthrich

Schon vor vier Jahren titelte der «Bund», das Berner Rathaus werde immer mehr zum Bauernhaus: Nach den Wahlen 2010 waren 32 der 160 Sitze im Grossen Rat durch Landwirte besetzt, beziehungsweise von Personen, die beim Bauernverband als Personen «mit bäuerlichem Hintergrund» durchgehen. Dazu gehören beispielsweise auch direkte Verwandte von Bauern. Vor 2010 konnten bloss zwei Dutzend Grossratsmitglieder auf einen bäuerlichen Hintergrund verweisen. Wer nach dem rasanten Anstieg vor vier Jahren aber an einen Rekord für die Ewigkeit glaubte, durfte sich am letzten Wochenende eines Besseren belehren lassen: Der Bauernanteil hat sich nochmals erhöht. Das Rathaus hat sich als Bauernstube etabliert. Neu sitzen 34 Vertreter der Bauernsame in der bernischen Volksvertretung. Das entspricht einem Anteil von über 21 Prozent.

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