Zum Hauptinhalt springen

Das Abrissprojekt für Mühleberg ist auf gutem Weg

Die wichtigsten Akteure verzichten auf Beschwerden gegen die Verfügung, die den Rückbau des Atomkraftwerks Mühleberg regelt.

Das AKW Mühleberg soll noch bis im Dezember 2019 am Netz bleiben.
Das AKW Mühleberg soll noch bis im Dezember 2019 am Netz bleiben.
Esther Michel (Archiv)

Momentan ist das AKW Mühleberg für seine letzte Revision abgeschaltet. Nach deren Ende soll es noch bis zur definitiven Abschaltung am 20. Dezember 2019 am Netz bleiben. Es folgt die lange Phase des Rückbaus. Die Regeln dafür hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in der Stilllegungsverfügung festgelegt.

In diesen Tagen läuft die Frist für gerichtliche Beschwerden gegen die Stilllegungsverfügung ab. Nachfragen des «Bund» zeigen: Zumindest die wichtigsten Akteure, die ursprünglich Einsprache gegen die Art und Weise der AKW-Demontage erhoben hatten, werden die Verfügung nicht vor Gericht anfechten.

Sicherheit nicht zu früh abbauen

Den fundamentalsten Einwand hatte der langjährige Mühleberg-Kritiker Markus Kühni zusammen mit einem AKW-Anwohner erhoben. Sie befürchteten, dass die Betreiberin BKW Sicherheitssysteme zu rasch demontieren könnte. In der Verfügung halte das Uvek nun aber verbindlich fest, so Kühni, dass Sicherheitssysteme nicht vorzeitig rückgebaut werden dürften. «Es hat sich gelohnt, dranzubleiben und den Behörden auf die Finger zu schauen.» Auch wenn die Verfügung nicht alle ihre Kritikpunkte berücksichtige, «verzichten wir deshalb auf eine Beschwerde».

Auch die Stadt Biel und ihr Versorger Energie Service Biel, die aus Sorge um ihre Wasserversorgung Einsprache erhoben hatten, wollen die Verfügung nicht anfechten. Beschwerde gegen die Verfügung, die zusätzliche Auflagen für den AKW-Abriss macht, könnte auch die BKW erheben. Vor Ablauf der Frist gibt die BKW dazu keine Auskunft. Da BKW-Chefin Suzanne Thoma die Verfügung explizit begrüsst hatte, ist eine Beschwerde aber nicht zu erwarten. Offen ist damit bloss, ob allenfalls vier private Einsprechergruppen, deren Namen nicht publik sind, die Verfügung anfechten werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch