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Bürger fordert Messdaten der Abluft von Mühleberg

Ein Bürger fordert per Gerichtsklage, die Publikation der Strahlenmessungen ab dem AKW-Kamin. Dass die Betreiber ihrerseits gegen ein neues Messsystem klagten, löst parlamentarische Vorstösse aus.

Die vier Betreiber der Schweizer Atomkraftwerke wollen die Kosten eines neuen Messnetzes für die Radioaktivität in der Luft und im Wasser nicht mittragen.
Die vier Betreiber der Schweizer Atomkraftwerke wollen die Kosten eines neuen Messnetzes für die Radioaktivität in der Luft und im Wasser nicht mittragen.
Valérie Chételat

Die vier Betreiber der Schweizer Atomkraftwerke wollen die Kosten eines neuen Messnetzes für die Radioaktivität in der Luft und im Wasser nicht mittragen. Sie haben Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, was den Bau des Messnetzes Uranet um mindestens ein Jahr verzögert. Die Mühleberg-Betreiberin BKW begründete die Klage unter anderem damit, dass sie die Radioaktivität sowohl in der Abluft als auch im Abwasser bereits im Werk überwache und diese Daten «freiwillig den Behörden zur Verfügung stellt». Der Öffentlichkeit stehen diese Messdaten ab Werk aber nicht zur Verfügung, wie ein aktueller Fall zeigt. Ein Bürger, der um Mühleberg Strahlenmessungen durchführte, hat Spitzen von radioaktiven Emissionen festgestellt. Diese sehr kurzzeitigen, aber hohen Spitzen fand er in den öffentlich zugänglichen Werten der Messstationen um das AKW herum nicht. Marco Bähler forderte deshalb bei der Atomaufsicht Ensi Einsicht in die Messwerte ab dem Kamin des AKW, um eine Erklärung für seine eigenen Messergebnisse zu suchen.

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