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Der «Lötschberger» wird bis nach Domodossola fahren

Weil der SBB der festgelegte Abgeltungsbeitrag nicht reicht, wird künftig die BLS den Regionalverkehr Iselle-Domodossola regeln.

Der «Lötschberger» wird künftig bis nach Domodossola verkehren.
Der «Lötschberger» wird künftig bis nach Domodossola verkehren.
Alessandro della Valle, Keystone

Die SBB und ihre Tochtergesellschaft RegionAlps machen kein neues Angebot mehr, um den Regionalverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Iselle und Domodossola zu bedienen. An der Ausschreibung teilgenommen hat hingegen die BLS, die den Lötschberger nach Domodossola verlängern will.

Die SBB und die RegionAlps sind der Auffassung, dass der von der Region Piemont festgelegte Abgeltungsbeitrag von 366'000 Euro nicht ausreicht, um das Angebot durch den Simplon-Tunnel zu erweitern, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

Der Betrieb könnte nur aufgrund einer Querfinanzierung durch öV-Gelder aus der Schweiz erbracht werden. Dennoch zeigen sich die SBB und RegionAlps überzeugt, dass ihr Konzept mit direkten Regionalverbindungen zwischen dem Piemont, Brig und Sitten eine optimale Lösung für die Touristen und die italienischen Pendler dargestellt hätte.

Im Regionalverkehr betreibt die SBB derzeit acht Verbindungen pro Tag zwischen Domodossola, Iselle und Brig. Bis zur Übertragung des Auftrags - voraussichtlich im Dezember 2016 - wird das Angebot aufrecht erhalten.

Unverändert bleibt das nationale und internationale Angebot der SBB. Täglich verkehren bis zu zwölf Eurocity-, Intercity und Interregio-Fernverkehrszüge durch den Simplontunnel in Richtung Domodossola und Mailand.

Angebot der BLS

Im Gegensatz zur SBB hat die Lötschbergbahn BLS ein Angebot eingereicht, wie Mediensprecherin Helene Soltermann am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Man strebe eher einen dichteren Takt als acht Verbindungen an, der Entscheid über das Konzept liege jedoch bei der Region Piemont.

Die BLS will den von Bern über die Bergstrecke verkehrenden Lötschberger bis nach Domodossola verlängern. Das wurde am vergangenen Wochenende getestet, bereits zum dritten Jahr in Folge.

Die Extrafahrten stiessen mit 5500 Passagieren auf sehr grosses Interesse, wie die BLS-Mediensprecherin festhielt. Die BLS visiere sowohl eine bessere touristische Erschliessung des Gebietes wie auch den Pendlerverkehr an.

(SDA)

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