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BLS wartet ab 2019 Teil ihrer Züge in Freiburg

Die BLS wird in den Jahren 2019 bis 2025 einen Teil ihrer Züge in Freiburg warten: in den Werkstätten der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF. Es handelt sich um eine Übergangslösung, bis die BLS in Bern eine neue Werkstätte gebaut hat.

Die BLS wird in den Jahren 2019 bis 2025 einen Teil ihrer Züge in Freiburg warten.
Die BLS wird in den Jahren 2019 bis 2025 einen Teil ihrer Züge in Freiburg warten.
Adrian Moser (Symbolbild)

Die BLS muss ihre Berner Werkstätte auf der Aebimatt westlich des Hauptbahnhofs 2019 wegen Gleisausbauvorhaben aufgeben. Schon Ende 2013 kündigte deshalb das Unternehmen an, im Raum Bern auf die Suche nach einem Gelände für eine neue Werkstätte zu gehen.

Doch steht der geplante Neubau laut einer Mitteilung der BLS vom Freitag nicht vor dem Jahr 2025 bereit. Und die SBB konnten der BLS nicht zusichern, dass die Werkstätte Aebimatt über das Jahr 2019 hinaus genutzt werden kann.

In die Lücke springen nun die TPF, die 2019 im Freiburger Vorort Givisiez für 100 Millionen Franken eine neue Werkstätte für ihre Züge in Betrieb nehmen wollen. Sie planen nun ihr neues Wartungszentrum wegen der Bedürfnisse der BLS etwas grösser.

Die BLS zahlt den TPF eine Miete und wird ihre Züge voraussichtlich mit eigenen Angestellten in Givisiez warten. Am Donnerstagabend haben TPF und BLS in Freiburg eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen.

Alle sehen Vorteile

BLS-Chef Bernard Guillelmon wird in der BLS-Mitteilung mit den Worten zitiert, Givisiez sei für die BLS «ein Glücksfall». Auch die TPF sind laut einer eigenen Mitteilung zufrieden. Die Vereinbarung ermögliche einen Erfahrungsaustausch im Bereich der Wartung.

Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, begrüsst die Lösung ebenfalls. Der SEV habe immer gefordert, dass die BLS ihre Fahrzeuge mit eigenem Personal warten und die Arbeit an mehreren Standorten erfolgen solle.

Die BLS schreibt, sie werde rechtzeitig auf die rund 25 betroffenen Angestellten zugehen. Ein Stellenabbau sei nicht geplant.

Die BLS betreibt - zusammen mit dem Unternehmen RBS - die Berner S-Bahn und deren Linie 1. Sie führt von Thun via Bern nach Freiburg. Schon heute werden BLS-Züge in der Nacht in Freiburg abgestellt.

Mittelfristig nur zwei Werkstätten

Ausser auf der Berner Aebimatt betreibt die BLS derzeit Werkstätten auch in Spiez, Bönigen und Oberburg. Das Unternehmen bleibt bei seinen Plänen, mittelfristig die Werkstätten auf die Standorte Bern und Spiez zu beschränken. Das steht auch in der Medienmitteilung vom Freitag.

Die Werkstätten Bönigen und Oberburg sollen 2025 aufgegeben werden. Die BLS will allerdings die Produktionshalle in Bönigen ab 2016 für den Betrieb bis 2025 noch sanieren und erweitern, wie das Unternehmen schon Anfang Jahr bekanntgab.

(SDA)

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