BLS nimmt ihre Aktie Ende Jahr von der Börse

An der Berner Börse kann ab Ende Jahr nicht mehr mit der BLS-Aktie gehandelt werden. Die Zulassungsstelle hat ein Gesuch des BLS-Verwaltungsrats gutgeheissen, die Aktie zu dekotieren.

Ab Ende Jahr kann an der Berner Börse nicht mehr mit BLS-Aktien gehandelt werden.

Ab Ende Jahr kann an der Berner Börse nicht mehr mit BLS-Aktien gehandelt werden.

(Bild: Keystone Peter Schneider)

Nach Angaben der BLS macht die Präsenz der Aktie an der Berner Börse derzeit kaum Sinn: Gesetzliche Bestimmungen verhindern, dass die BLS allfällige Gewinne als Dividende den Aktionären ausschüttet. «Die BLS AG ist daher für Investoren, die mit ihrem Engagement Finanzerfolge erzielen wollen, nicht interessant».

Zudem kann das Unternehmen des öffentlichen Verkehrs seinen Mittelbedarf für Investitionen nicht über neues Aktienkapital decken, wie es am Dienstag mitteilte. Wenn die BLS investieren muss, weicht sie auf den Fremdkapitalmarkt aus. Dort kann sie sich dank Bundesgarantien günstig Kapital beschaffen.

Ein dritter Grund ist, dass der Handel mit BLS-Aktien in den letzten Jahren stark abgenommen hat. Im Durchschnitt der letzten sechs Jahre wurden jeweils unter ein Prozent der Aktien gehandelt. «Das zeigt, dass die BLS-Aktie kein Investitionsobjekt darstellt», steht in der Medienmitteilung.

Aktie bleibt handelbar - auf OTC-X-Plattform

Die BLS-Aktie bleibt trotz des Rückzugs von der Börse handelbar: Auf der OTC-X-Plattform der Berner Kantonalbank. Dort werden heute nach Angaben der BLS eine Vielzahl von ausserbörslichen Werten mit vergleichbaren Instrumenten wie an der Berner Börse gehandelt. Der BLS-Verwaltungsrat will damit vor allem Kleinaktionären dienen.

Laut der BLS-Internetseite beträgt das Aktienkapital des Unternehmens rund 79,5 Millionen Franken. Der Nominalwert der Aktie ist ein Franken, der Steuerwert lag Ende Dezember bei 75 Rappen.

Grösster Aktionär ist der Kanton Bern mit 55,75 Prozent der Aktien, gefolgt vom Bund mit 21,7 Prozent. Weitere Kantone und Gemeinden halten 8,6 Prozent, Firmen und natürliche Personen 6,36 Prozent. 7,59 Prozent der Aktien sind nicht stimmberechtigt.

gbl/sda

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