Blackout beim Kanton: Verwalter gibt Entwarnung

Gestern hat eine technische Panne wichtige Funktionen der Homepage der kantonalen Verwaltung lahmgelegt. Jetzt kann aufgeatmet werden: Sämtliche Systeme laufen wieder. Doch es könnte zu einem finanziellen Nachspiel kommen.

Eine Informatik-Panne sorgt für eingeschränkte Dienstleistungen bei der kantonalen Verwaltung.

Eine Informatik-Panne sorgt für eingeschränkte Dienstleistungen bei der kantonalen Verwaltung.

(Bild: Keystone)

Bei der Bedag AG, Verwalterin der Website des Kantons Bern, wurde bis spät in die Nacht gearbeitet. Eine extra einberufene Taskforce versuchte das abgestürzte System wieder zum Laufen zu bringen. Mit Erfolg: «Um 2 Uhr morgens konnten wir Entwarnung geben», sagt Danielle Stöckli, Leiterin Personal und Management-Services. Es stünden alle Anwendungen wieder zur Verfügung und es sei zu keinem Datenverlust gekommen. Doch was das Blackout für finanzielle Folgen haben wird ist noch unklar: «Wir werden den Vorfall genau analysieren. Jetzt ist es noch zu früh, finanzielle Schäden zu beziffern», so Stöckli.

Wer am Dienstag die Dienste der kantonalen Verwaltung in Anspruch nehmen wollte, wurde wahrscheinlich enttäuscht. Denn bereits am Montag um 14.07 Uhr kam es im Rechenzentrum der Bedag AG, zu einem Blackout, wie die Firma auf ihrer Homepage schreibt. Grund: Ein Disk-Subsystem war ausgefallen.

Notstand ausgebrochen

Bei der Bedag AG wurde sofort der Notstand verkündet: «Eine Taskforce wurde unverzüglich einberufen. Das Problem wird international auf der höchsten Dringlichkeitsstufe behandelt.» Es sei das erste Mal weltweil, dass auf diesem System ein solcher Fehler auftritt.

Am späten Dienstagnachmittag gab es schliesslich leichte Entwarnung: Einige Informatik-Anwendungen, darunter das elektronische Steuersystem Taxme, funktionieren wieder. Und auch Datenverluste seien bisher nicht zu beklagen.

Grosse Einschränkungen

Das Strassenverkehrsamt war am stärksten von der der Panne betroffen: Dieses musste jegliche Dienstleistungen einstellen. Weiter betroffen davon waren unter anderem der Schalterdienst und telefonische Auskünfte und weitere Informationssysteme im Internet wie beispielsweise das Grundstückdaten-Informationssystem, das Geoportal die Daten zu den Wasserständen von Flüssen und Seen oder die amtliche Gesetzessammlung.

Am späten Dienstagnachmittag gab es schliesslich leichte Entwarnung: Einige Informatik-Anwendungen, darunter das elektronische Steuersystem Taxme, funktionierten wieder. Und auch Datenverluste seien bisher nicht zu beklagen.

Auch Stadt Bern war betroffen

Vom kantonalen Informatik-Blackout war auch die städtische Steuerverwaltung betroffen, da sie mit kantonalen Informatiksystemen arbeite. Aus diesem Grund könne die Steuerverwaltung keine Anfragen bearbeiten, heisst es in einer Medienmitteilung.

Einwandfrei funktionierten gemäss der Stadt aber die Systeme der Sanitätspolizei und der Berufsfeuerwehr, die ebenfalls mit dem kantonalen Informatiksystem arbeiten.

mer/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...