BKW nimmt Arbeiten beim Stauwehr am Wohlensee in Angriff

Der Berner Energiekonzern BKW will in den nächsten Tagen Arbeiten bei der Stauanlage am Wohlensee, unweit des Atomkraftwerks Mühleberg, in Angriff nehmen.

Die BKW will in den nächsten Tagen Arbeiten an der Stauanlage am Wohlensee in Angriff nehmen.

Die BKW will in den nächsten Tagen Arbeiten an der Stauanlage am Wohlensee in Angriff nehmen.

(Bild: Adrian Moser)

Das Stauwehr soll durch 18 Meter lange Bohrpfähle mit Stahlrohren besser im Untergrund verankert werden.

Mit den Bohrpfählen soll die Erdbebensicherheit der Stauanlage am Wohlensee und damit auch die Sicherheit des flussabwärts liegenden Atomkraftwerks Mühleberg weiter und erhöht werden.

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima stand, vorab in Umweltkreisen, die Befürchtung im Raum, dass der Wohlensee-Staudamm einem starken Erdbeben allenfalls nicht standhalten könnte. Der Energiekonzern BKW betonte demgegenüber stets, der Damm sei sicher, man halte die gesetzlichen Bestimmungen zur Erdbebensicherheit ein. Im Sinne ihrer «Safety-first-Politik» wolle die BKW aber die Sicherheit der Stauanlage auch über das gesetzlich geforderte Mass hinaus verstärkten.

Einsprachen

Ende April 2013 erteilte der Kanton Bern die Baubewilligung für die Verstärkung der Stauanlage. Dagegen erhoben Anwohner mit Unterstützung aus Umweltkreisen Einsprache.

Sie kritisierten, die Pfähle könnten den Staudamm möglicherweise sogar schwächen anstatt verstärken. Ihre Aussagen stützten die Einsprecher auf Untersuchungen eines Wiener Geotechnikprofessors.

Das zuständige Gericht trat auf die Beschwerden Mitte August nicht ein. Damit sei der Entscheid rechtskräftig und die BKW verfüge über eine rechtskräftige Baubewilligung, teilte der Energiekonzern am Dienstag mit. Die Bauarbeiten werden rund sieben Monate dauern. Die Kosten wurden bislang mit rund 12 Millionen Franken veranschlagt.

mer/sda

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