Mühleberg-Rückbau soll mehr als zwei Milliarden kosten

Es ist schweizweit der erste Anlauf, ein AKW abzuschalten: Am Montag präsentiert die BKW die Eckpfeiler ihres Stilllegungsgesuchs zuhanden des Bundesamts für Energie.

Seine Tage sind gezählt: Das AKW Mühleberg. (Archiv)

Seine Tage sind gezählt: Das AKW Mühleberg. (Archiv) Bild: Valérie Chételat

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Die BKW hat am Montag ihr Ende 2015 beim Bund eingereichtes Stilllegungsgesuch fürs Kernkraftwerk Mühleberg öffentlich aufgelegt. BKW-Chefin Suzanne Thoma sagte bei der Präsentation des Dossiers, die Finanzierung der Stilllegung sei «auf Kurs».

Die Geschichte des AKW Mühleberg in der Timeline

Vor den Medien in Bern sagte die BKW-Chefin, ihr Unternehmen rechne für die Stilllegung gemäss einer Studie von 2011 mit Totalkosten von 2,1 Milliarden Franken. Ende 2015 hätten die Rückstellungen 1,59 Milliarden Franken betragen.

Letztlich werde die BKW über genügend Mittel verfügen, weil die Stilllegung ein jahrelanger Prozess sei und die BKW weitere Rückstellungen und Einzahlungen in den AKW-Stilllegungsfonds des Bundes vornehmen werde.

Thoma gab auch bekannt, von den 300 Angestellten des Kernkraftwerks Mühleberg hätten bis auf zwei alle die Angebote des Berner Energie- und Energiedienstleistungsunternehmens zur Weiterbeschäftigung über den Dezember 2019 hinaus angenommen.

Im Dezember 2019 will die BKW das Kernkraftwerk vor den Toren Berns vom Netz nehmen, wie bereits seit längerem bekannt ist. Die öffentliche Auflage des Stilllegungsgesuchs erfolgt in der Standortgemeinde Mühleberg. Sie dauert einen Monat lang.

Der Kanton Bern, Gemeinden in der Umgebung des AKW und Anwohner können während dieser Frist Einsprache gegen die Stilllegung der Anlage erheben. Das Stilllegungsgesuch ist auch auf der Internetseite der BKW und auf jener des Bundesamts für Energie zu sehen.

(sda)

Erstellt: 04.04.2016, 10:04 Uhr

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