Zum Hauptinhalt springen

Bieler Rechnung 2015 schliesst besser ab als befürchtet

Die Stadt Biel weist fürs Jahr 2015 ein Defizit von 10,24 Millionen Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Budget aber verbessert.

Das Bieler Budget hat besser abgeschlossen als erwartet.
Das Bieler Budget hat besser abgeschlossen als erwartet.
Alessandro Della Bella, Keystone

Die Stadt musste aber den Spezialkassen viel weniger Geld entnehmen als geplant und hat deshalb im Vergleich mit dem Budget 2015 um 6,1 Millionen Franken besser abgeschlossen.

Biels Stimmvolk genehmigte im November 2014 an der Urne einen Voranschlag 2015, der ein Defizit von 4,32 Millionen Franken aufwies. Effektiv enthielt dieses Budget 2015 aber einen Aufwandüberschuss von 18,57 Millionen Franken, wie die Bieler Finanzdirektion in der Nacht auf Donnerstag mitteilte.

Dies deshalb, weil die Stadt Biel verschiedenen Spezialkassen 14,25 Millionen Franken entnehmen wollte. Nun hat sie aber nur einer einzigen Spezialkasse, nämlich der Spezialfinanzierung «Buchgewinne auf Liegenschaften im Finanzvermögen», 2,22 Millionen Franken entnommen.

Deshalb betrage das effektive Defizit in der Bieler Rechnung des vergangenen Jahres 12,46 Millionen Franken und nach Abzug der 2,22 Millionen eben 10,24 Millionen, schreibt die Finanzdirektion.

Eigenkapital theoretisch auf Null

Die Stadt Biel belastet das Defizit nun dem Eigenkapital, das Ende 2014 die genau gleiche Höhe aufwies wie das ausgewiesene Defizit: 10,24 Millionen Franken. Theoretisch wiese die Stadt Biel somit einen Saldo von 0 Franken in der Bilanz auf.

Das ist aber nicht so: Der Bieler Stadtrat beschloss im Mai 2015, acht Spezialfinanzierungen aufzuheben. Die Restbestände aus diesen Kassen flossen ins Eigenkapital. Es wies deshalb am 1. Januar dieses Jahres, also nach der Verrechnung des Rechnungsdefizits, einen Bestand von 11,34 Millionen Franken aus.

Beim Sachaufwand gelang es der Stadt Biel im vergangenen Jahr, das Budget um sieben Prozent zu unterschreiten. Allerdings stieg der Aufwand im Vergleich zur Vorjahresrechnung um zwei Prozent.

Uhrenfirmen verdienen weniger - Rückstellung gebildet

Die Rechnung 2015 enthält eine Rückstellung von fünf Millionen Franken für Steuerausfälle. Die Stadt Biel hat nämlich von den Finanzchefs der grossen Bieler Uhrenkonzerne mitgeteilt bekommen, dass sie für das Rechnungsjahr 2015 mit Gewinneinbrüchen in der Grössenordnung von 15 bis 30 Prozent rechnen.

Das wiederum wird sich auf die Steuereinnahmen der Stadt Biel im Jahr 2016 negativ auswirken. Gemäss den geltenden Rechnungslegungsvorschriften müssten diese negativen Steuerertragsprognosen in der Rechnung 2015 berücksichtigt werden, schreibt die Bieler Finanzdirektion.

SDA/gbl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch