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Bieler Ehepaar wegen Sozialhilfebetrugs vor Gericht

Vor dem Bieler Regionalgericht muss sich seit Mittwoch ein mazedonisches Ehepaar wegen Sozialhilfebetrugs verantworten.

Die Stadt Biel macht als Privatklägerin 295 000 Franken geltend.
Die Stadt Biel macht als Privatklägerin 295 000 Franken geltend.
Adrian Moser

Den beiden wird vorgeworfen, insgesamt rund 280 000 Franken Einkommen nicht deklariert zu haben. Sowohl der heute 56-jährige Angeklagte wie auch seine 53-jährige Ehefrau verweigerten bei der Befragung die Aussage. Die Anklage wirft ihnen gewerbsmässigen Betrug vor. Das Ehepaar hatte im Oktober 2005 bei der Abteilung Soziales der Stadt Biel einen Antrag auf Sozialhilfe eingereicht.

Dabei gab der Mann vor, auf Stellensuche zu sein, obwohl er ab Dezember einen Job hatte. Laut Anklageschrift reichte er bei den Behörden regelmässig Angaben zu seinen Arbeitsbemühungen vor, die er «teilweise frei erfunden hatte.» Tatsächlich arbeitete der Mann aber, deklarierte diese Gelder aber nicht.

In den Jahren 2005 und 2008-2012 bezogen beide Sozialleistungen im Umfang von knapp 244 000 Franken, was dem Ehepaar pro Monat im Durchschnitt zusätzliche Einnahmen von rund 4100 Franken bescherte. Die Stadt Biel als Privatklägerin macht inklusive Zinsen einen Schaden von 295 000 Franken geltend.

Das Regionalgericht befragt im Laufe des Mittwochs als Zeugen Vertreter des Arbeitsvermittlers sowie der Bieler Sozialdienste. Die Urteilsverkündigung ist für Freitag vorgesehen.

(SDA)

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