Biel weist Sparaufträge zurück

Die Stadt Biel wird die Beiträge an das Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS), sowie das Neue Museum Biel nicht kürzen.

Die Beiträge an das Neue Museum Biel werden nicht gekürzt.

Die Beiträge an das Neue Museum Biel werden nicht gekürzt.

(Bild: zvg wikimedia/Leyo)

Die Beiträge der Stadt Biel an das Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) sowie das Neue Museum Biel sollen nicht gekürzt werden. Der Bieler Gemeinderat erachtet den vom Stadtparlament 2015 beschlossenen Sparauftrag als nicht erfüllbar, ohne die beiden Institutionen in ihrer Existenz zu gefährden.

Der Sparauftrag war im Rahmen der Haushaltsdebatte im Herbst 2015 erteilt worden. Der Stadtrat verabschiedete damals zwei überparteiliche Motionen. Demnach sollte der jährliche Beitrag der Stadt Biel an das TOBS spätestens ab 2018 um 360'000 Franken sinken, derjenige an das Neue Museum Biel (NMB) um 90'000 Franken.

Der Gemeinderat wehrte sich bereits damals gegen die Kürzungen und doppelte nun am Montag an einer Medienkonferenz nach. Juristische und finanzielle Abklärungen hätten ergeben, dass die Erfüllung der Motionen «zu einer grundsätzlichen Infragestellung» beider Institutionen führen würde, teilte die Stadtregierung mit.

Verzicht auf Oper unumgänglich

Beide Stiftungsräte waren von den Behörden beauftragt worden, die Umsetzung des Sparauftrags und ihre Finanzlage zu analysieren. Dabei hätten die Stiftungsräte und Direktionen unter Beweis gestellt, «wie professionell und konsequent ihr Management geführt wird», heisst es im Communiqué der Stadt weiter.

Würden die Motionen umgesetzt, müssten beide Institutionen auf Teile ihres Angebotes verzichten, das TOBS zum Beispiel auf die Oper und das NMB auf die Archäologie. Dadurch wären sie nicht mehr in der Lage, «ihre in den Statuten der Stiftungen definierten Ziele zu erreichen.»

Aus Sicht der Bieler Stadtregierung spielen beide Institutionen eine wichtige Rolle bei der Aussenwirkung der Seeländer Metropole. «Eine Verringerung des Leistungsangebots könnte die regionale Bedeutung beider Institutionen infrage stellen.» Damit riskiere man, dass auch die Beiträge des Kantons und der Region gekürzt werden könnten.

Der Gemeinderat schlägt dem Stadtrat deshalb vor, die Motionen am kommenden Donnerstag als unerfüllbar abzuschreiben. Die Regierung setzt vielmehr auf eine Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten. Nur mit Hilfe von zusätzlichen Partnern könne der Weiterbestand und die Entwicklung beider Institutionen sichergestellt werden.

rho/sda

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