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Berns Verantwortung in Syrien

Wer sich in Syrien auf die Spur der Nothilfe des Kantons Bern begibt, stösst auf christliche Nächstenliebe – 
und auf Fragen nach der moralischen Verantwortung des Geldgebers.

Binnenflüchtlinge beim Wasserholen im Nordosten Syriens: Ihre Zahl wird auf eine halbe Million geschätzt.
Binnenflüchtlinge beim Wasserholen im Nordosten Syriens: Ihre Zahl wird auf eine halbe Million geschätzt.
Manu Friederich (Archiv)

Es ist ein heisser Sommertag im Nord­osten Syriens, und die muslimischen Witwen, die sich vor der evangelischen Kirche in einem Städtchen nahe der ­irakischen Grenze einfinden, sind froh, dass sie für ihre Hilfspakete nicht Schlange stehen müssen. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Unterstützung aus den Händen syrischer Christen kommt: «Hilfe ist Hilfe», sagt eine ältere Frau in weitem Gewand, den Kopf von dunklem Tuch umhüllt. Sie lässt sich bereitwillig mit der schwarzen Plastiktüte ablichten, in der Öl, Tomatensauce, ­Spaghetti und weitere Lebensmittel stecken. Dann geht sie ihres Weges, in einem Monat wird sie wiederkommen.

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