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Bernjurassische SVP provoziert mit Abstimmungsplakat

Die bernjurassische SVP hat am Freitag ihr neues Plakat für die Kampagne zur kommenden Jura-Abstimmung präsentiert. Es zeigt eine Hexe, die einem Buben einen Apfel mit einem jurassischen Wappen anbietet.

Ähnlichkeiten zwischen der Hexe und der jurassischen Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider (Bild) gebe es keine, so der Leiter der Abstimmungskampagne.
Ähnlichkeiten zwischen der Hexe und der jurassischen Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider (Bild) gebe es keine, so der Leiter der Abstimmungskampagne.
Georgios Kefalas, Keystone
Auch der HIV sagt nein zur Loslösung des Berner Juras vom Kanton Bern.
Auch der HIV sagt nein zur Loslösung des Berner Juras vom Kanton Bern.
Adrian Moser
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Ähnlichkeiten zwischen der Hexe und der jurassischen Regierungsrätin Elisabeth Baume-Schneider gebe es keine, sagte Pierre-Alain Droz, Präsident des Komitees, das bei der SVP für die Kampagne zuständig ist. Das Plakat erinnere einfach an die Hexe aus Schneewittchen. Über der Karikatur steht: «Nein zum vergifteten Geschenk.»

Ganz unten auf dem Plakat steht zudem, dass Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig seien. Dennoch dürften viele Betrachter in der Karikatur die jurassische Regierungsrätin sehen, die den Berner Jura zu verführen versucht.

Schon das erste SVP-Plakat zur Jura-Abstimmung vom 24. November hatte für Wirbel gesorgt. Unter dem Titel «Nein zur Mafia... Nein zum Jura» zeigte es einen Mann, der dabei war, am Bildschirm seines Computers einen Erotikfilm anzuschauen.

Diese Karikatur sollte an den jurassischen Regierungsrat Charles Juillard und den Internet-Skandal «Pornogate» erinnern. Dieses erste Plakat hatten die jurassische Kantonsregierung und die Interjurassische Versammlung als beleidigend kritisiert.

Nein-Parole

Auch die bernjurassische Sektion des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern (HIV) hat sich mit der Jura-Frage beschäftigt und am Freitag die Nein-Parole für die Jura-Abstimmung ausgegeben. Die Region solle weiterhin beim Kanton Bern bleiben und nicht mit dem Nachbarkanton Jura zusammenspannen.

Die HIV-Sektion führte im Hinblick auf die Jura-Abstimmung nach eigenen Angaben eine Umfrage bei ihren Mitgliedern durch. Fast die Hälfte habe sich beteiligt, schreibt die HIV-Sektion in ihrer Mitteilung vom Freitag.

Das Resultat fiel deutlich aus: rund 76 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die Loslösung des Berner Juras vom Kanton Bern aus. 9 Prozent würden die Gründung eines gemeinsamen, neuen Kantons mit dem heutigen Kanton Jura begrüssen, 15 Prozent der Befragten waren noch unentschlossen.

Dem Handels- und Industrieverein gehören vorwiegend Unternehmer, Geschäftsführer und Gewerbler an. Die HIV-Sektion Berner Jura ist eine von insgesamt acht Sektionen dieses bernischen Wirtschaftsverbands.

Am 24. November stimmt die Bevölkerung im Kanton Jura und jene im Berner Jura darüber ab, ob die beiden Regionen allenfalls in Zukunft gemeinsam einen neuen Kanton bilden sollten. Während die Vorlage im heutigen Kanton Jura kaum öffentlich bestritten ist, ist im Berner Jura tendenziell eher mit Ablehnung zu rechnen.

SDA/gbl

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