Berner SVP-Stadtrat kauft Untere Gantrischhütte

Bald wieder Leben in die Untere Gantrischhütte einkehren: «Ich habe die Hütte von der Armasuisse im Baurecht erworben», sagt der Berner SVP-Stadtrat Roland Iseli auf Anfrage.

Die untere Gantrischhütte.

Die untere Gantrischhütte. Bild: Adrian Moser

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Er wolle den Restaurationsbereich und die Schlafräume sanieren und umbauen und die Beiz auf die nächste Sommersaison hin wieder eröffnen. Zu diesem Zweck ziehe er bald aus der Stadt Bern weg, sagt der einstige Wirt des Restaurants Fischermätteli. «Am 1. November werde ich zum letzten Mal im Stadtrat sitzen», sagt Iseli. Über Kaufpreis und Baurechtszins will der Wirt keine Angaben machen. «Die Umbaukosten liegen aber höher als der Kaufpreis.»

Der Liegenschaftserwerb im Gantrischgebiet kommt für Iseli nicht von ungefähr. Im Juni hatte er sich erfolglos um den Kauf des Berghauses Gurnigel beworben. Die Gemeindeversammlung von Riggisberg hatte damals von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht und den Kauf der einstigen Truppenunterkunft mit Restaurant beschlossen, um sie an den Berner Investor Hans-Ulrich Müller weiterzuverkaufen. Müller will aus dem Berghaus ein touristisches Zentrum mit Gastrobetrieb und Schaukäserei machen, das von der Gantrischplus AG betrieben werden soll, die sich für die Stärkung des Naturparks Gantrisch einsetzt. Iseli äusserte Zweifel am Konzept mit Schaukäserei und hatte sich den Riggisbergerinnen und Riggisbergern als einfache Alternative präsentiert, womit er auf viel Sympathien stiess. Der Antrag, dass die Gemeinde das Berghaus an ihn statt an Müller verkaufen soll, wurde relativ knapp mit 72 zu 94 Stimmen abgelehnt.

Familienzimmer geplant

Trotzdem will Iseli den Kauf der Unteren Gantrischhütte nicht als «zweite Wahl» verstanden wissen. Er sei im Rückblick nicht unglücklich, dass es mit dem Berghaus nicht geklappt habe. So sei die Sanierung der Haustechnik in der Unteren Gantrischhütte wesentlich einfacher, als dies im Berghaus der Fall gewesen wäre. Auch sei die Lage der Gantrischhütte nicht schlecht. «Bis zum Gantrischseeli sind es bloss zehn Minuten zu Fuss.»

Dem Konzept der Einfachheit will der Wirt auch in der Gantrischhütte treu blieben. So werde die Menükarte überschaubar bleiben. «Es wird das geben, was man in einer Alphütte erwartet.» Das heutige Massenlager im oberen Stockwerk soll zu Mehrbettzimmern für Familien mit insgesamt 30 Betten umgebaut werden. Doppelzimmer sind vorerst keine vorgesehen.

(Der Bund)

Erstellt: 11.10.2018, 06:58 Uhr

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