Berner Regierung will SBB-Vorschlag geprüft haben

Die Berner Kantonsregierung will die von der SBB skizzierten Vorschläge für eine künftige Zusammenarbeit mit der BLS genau geprüft haben.

Ob und in wie weit die beiden Bahnbetreiber in Zukunft näher Zusammenarbeiten ist nicht geklärt.

Ob und in wie weit die beiden Bahnbetreiber in Zukunft näher Zusammenarbeiten ist nicht geklärt. Bild: Alessandro della Valle/Keystone

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Unter der Leitung von SP-Grossrat Bernhard Antener begleitete die Gruppe die zähe Suche der BLS nach einem neuen Standort für eine Werkstätte. Nach langer Suche und vielen Abklärungen kam als möglicher Standort das Gebiet «Chliforst Nord» bei Bern in Frage. In der Bevölkerung regte sich dagegen allerdings heftiger Widerstand.

Das Angebot der SBB basiert laut Regierungsrat im Wesentlichen auf einem engeren Rollmaterialeinsatz zwischen BLS und SBB. Dies würde gegebenenfalls einen Verzicht auf den Neubau im «Chliforst Nord» ermöglichen. Der Regierungsrat erwartet von der Begleitgruppe eine genaue Prüfung der Vorschläge. Von den Bahnen erwartet er «eine konstruktive und lösungsorientierte» Mitarbeit, wie er in seiner Mitteilung weiter schreibt. Die SBB brachte ihr Angebot Anfang August überraschend ins Spiel. Die Berner Kantonsregierung verlangte daraufhin konkretere Angaben von der SBB. Diese hat der Regierungsrat erhalten, wie er am Mittwoch mitteilte.

Das Angebot der SBB fällt in eine heikle Zeit, in der sich die Bundesbahn und die Privatbahn BLS nicht eben grün sind. Die beiden zanken sich um Fernverkehrslinien. Bereits Mitte August hatte der Regierungsrat klar gemacht, dass er von dem Gezänk wenig hält. Er betonte am Mittwoch erneut, dass für ihn zwischen der Werkstatt- und der Fernverkehrsfrage kein Zusammenhang besteht. SBB und BLS sicherten am Mittwoch beide ein kooperatives Mitwirken in der Begleitgruppe zu. Die BLS erhoffe sich Klarheit darüber, «ob die SBB-Vorschläge tatsächlich realisierbar sind und im Zeithorizont 2025 bis 2075 eine Alternative für den geplanten Standort Chliforst Nord darstellen könnten», wie BLS-Sprecher Matthias Abplanalp sagte.

Die BLS bekräftigte aber auch ihre Haltung, dass die Vergabe von Fernverkehrslinien klar vom Bedarf nach Werkstatt-Kapazität zu trennen sei. Die SBB ihrerseits hielt in einer Mitteilung fest, «dass ihr Vorschlag einer gemeinsamen Werkstätten-Lösung nur mit einer Zusammenarbeit im Fernverkehr möglich wird». Erst das Kooperationsangebot der SBB an die BLS zur Fernverkehrskonzession ermögliche die Fahrt von BLS-Zügen auf fahrplanmässigen Fernverkehrstrassen zu den SBB-Werkstätten. (mon/sda)

Erstellt: 30.08.2017, 18:10 Uhr

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