Berner Regierung sieht breite Unterstützung für Modell «Quarta»

Der Übertritt ins Gymnasium nach acht Schuljahren soll im Kanton Bern zum Normalfall werden. Ein entsprechender Vorschlag des Regierungsrats stiess im Konsultationsverfahren auf breite Zustimmung.

Der Übertritt ins Gymnasium nach acht Schuljahren soll im Kanton Bern zum Normalfall werden.

Der Übertritt ins Gymnasium nach acht Schuljahren soll im Kanton Bern zum Normalfall werden.

(Bild: Valérie Chételat)

Heute ist der gymnasiale Unterricht im 9. Schuljahr unterschiedlich organisiert. Manche Neuntklässler besuchen bereits ein Gymnasium, andere absolvieren das erste Gymnasialjahr noch an ihrer Sekundarschule. Der Regierungsrat strebt eine Vereinheitlichung an und schickte Ende Mai mehrere Vorschläge in die Konsultation.

Gute Noten erhielt dabei das Modell Quarta: Die Schüler sollen im Normalfall nach dem 8. Schuljahr in ein Gymnasium übertreten. Die Möglichkeit, den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr in der Sekundarschule zu besuchen, würde also wegfallen.

Die Befürworter des Modells versprechen sich davon eine verbesserte Bildungsqualität, wie die Erziehungsdirektion schreibt. Ausserdem würde die Mobilität innerhalb der Schweiz und innerhalb des Kantons Bern vereinfacht.

Die meisten bernischen Gemeinden haben das Modell Quarta bereits umgesetzt. An den Sekundarschulen im Kanton Bern gibt es heute noch 14 Klassen im 9. Schuljahr, die gemäss dem neuen Modell wegfallen würden.

«Volksschule stärken»

Viele Befürworter des Modells Quarta fordern gleichzeitig Massnahmen zur Stärkung des 9. Schuljahrs an den Volksschulen. Denn auch Schüler, die eine Berufsausbildung ins Auge fassen, sollten optimal vorbereitet werden. Die Sekundarschulen sollen deshalb bei der Unterrichtsgestaltung mehr Freiheiten erhalten, verspricht der Kanton.

Das Modell Quarta wird frühestens 2017 umgesetzt. Zunächst wird sich der Grosse Rat mit der Neuerung befassen müssen: Wenn er im November das ASP-Sparpaket berät, entscheidet er auch über eine Variante des Modells Quarta mit zusätzlicher Lektionenreduktion.

gbl/sda

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