Berner Regierung möchte vier Jahre «Gymer»

Die Berner Kantonsregierung will die Qualität der gymnasialen Ausbildung verbessern.

Das Gymnasium soll neu vier Jahre dauern.

Das Gymnasium soll neu vier Jahre dauern.

(Bild: Valérie Chételat)

Die Kantonsregierung schlägt einen Systemwechsel vor: neu soll der «Gymer» überall vier Jahre dauern. Bis anhin waren im Kanton Bern im 9. Schuljahr unterschiedliche Organisationsformen zugelassen. Diese unterschiedlichen Modellen gaben immer wieder Anlass zu Diskussionen. Die Regierung hat deshalb einen Bericht erstellen lassen, der drei verschiedene Varianten für die künftige Ausgestaltung des gymnasialen Unterrichts prüft.

Der Regierungsrat favorisiert nun das sogenannte Modell «Quarta». Dabei findet der Übertritt ins Gymnasium in der 8. Klasse statt. Der Unterricht würde dann nur noch an den Gymnasien erteilt. Die Möglichkeit, diesen Unterricht im 9. Schuljahr in der Sekundarschule zu besuchen würde wegfallen.

Nur wenig Veränderung

Das Modell Quarta bringt nach Angaben des Kantons vom Freitag nur für eine Minderheit der Gemeinden und der Schülerinnen und Schüler eine Veränderung. Eine deutliche Mehrheit der Gemeinden hat bereits jetzt das Modell «Quarta» umgesetzt.

Würde das Modell Quarta eingeführt, fielen an den Sekundarschulen im Kanton Bern rund 14 Klassen im 9. Schuljahr weg. Andererseits würden etwa 27 zusätzliche Quartaklassen an Gymnasien eröffnet.

Der Bericht der Berner Kantonsregierung geht nun bis Mitte September in die Konsultation. Anschliessend wird das Berner Kantonsparlament den Bericht diskutieren. Sollte sich der Grosse Rat im Sinne des Berichts aussprechen, müsste das Mittelschulgesetz angepasst werden.

mer/sda

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