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Berner Regierung fordert Nachbesserungen beim Bahnausbau

Den Ausbau des Lötschberg-Basistunnels, neue Haltestellen und den Bau der Grimselbahn: Diese Nachbesserungen fordert Bern vom Bund beim Ausbauschritt 2030/35 der Bahninfrastruktur.

Lötschberg-Nordportal in Frutigen: Der Kanton Bern fordert grünes Licht für den raschen Ausbau des gesamten Tunnels auf zwei Spuren.
Lötschberg-Nordportal in Frutigen: Der Kanton Bern fordert grünes Licht für den raschen Ausbau des gesamten Tunnels auf zwei Spuren.
Franziska Scheidegger

Ein ausgebauter Lötschberg-Basistunnel schaffe wesentliche Vorteile für das ganze Land, betont die Berner Kantonsregierung in einer Stellungsnahme vom Freitag zur Vernehmlassungsvorlage des Bundes zum Projekt Bahninfrastruktur 2030/2035.

Der gut 35 Kilometer lange Tunnel zwischen Frutigen (BE) und Raron (VS) ist seit 2007 in Betrieb. Heute sind bloss 15 Kilometer zweispurig befahrbar. Die östliche Röhre ist voll in Betrieb. Von der westlichen Röhre können bloss 15 Kilometer genutzt werden. Sechs Kilometer sind noch nicht gebohrt. 14 Kilometer sind zwar ausgebrochen, aber nicht mit Bahntechnik ausgerüstet. Seinerzeit wurde aus Kostengründen auf einen Vollausbau verzichtet.

Grimselbahn und Haltestellen

Neben dem Lötschberg-Ausbau fordert der Kanton Bern, dass der Bund auch drei neue Haltestellen in sein Ausbauprogramm aufnimmt: Thun Nord, Wilderswil Flugplatz und St-Imier La Clef. Sie erschliessen drei Entwicklungsgebiete von kantonaler Bedeutung.

Schliesslich will der Kanton Bern auch, dass der Bund die Grimselbahn im Ausbauschritt 2030/35 mitberücksichtigt. Der neue Tunnel soll gleichzeitig dem Bahnverkehr und der Stromübertragung zwischen dem Haslital im Berner Oberland und dem Goms im Kanton Wallis dienen.

Die Kantone Bern und Wallis sehen in dem Projekt einen touristischen Nutzen. Die Grimselbahn würde das Schmalspurnetz nördlich und südlich der Alpen verbinden. Das 850 Kilometer lange Streckennetz wäre dann eines der grössten weltweit und würde Tourismusregionen wie Montreux, Interlaken, Luzern, Andermatt und St. Moritz verbinden.

Ausweitung auf bis zu 13 Milliarden

Der Berner Regierungsrat begrüsste zwar in seiner Stellungnahme grundsätzlich dengeplanten Bahnausbau, kritisierte die Vorlage des Bundesrats aber als «unvollständig und unausgewogen». Die Vorlage trage mehreren Engpässen, die sich schon heute abzeichneten, nicht Rechnung. Besonders in der Westschweiz sei eine überproportionale Nachfrage zu erwarten. Der Kanton Bern regt daher an, dass der Bund den Kostenrahmen für den Ausbauschritt von 11,5 auf 12 bis 13 Mrd. Franken ausweitet.

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