Berner Justiz sucht nach 152-jähriger Frau

Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland sucht derzeit nach Hinweisen auf eine Frau, die heute 152 Jahre alt wäre. Geboren wurde Pauline Emma Sunier im Berner Jura, danach verliert sich ihre Spur.

Pauline Emma Sunier hätte wohl nicht viel anders gelebt, als diese Damen aus Schleswig-Hohlstein die um 1900 fotografiert worden sind.

Pauline Emma Sunier hätte wohl nicht viel anders gelebt, als diese Damen aus Schleswig-Hohlstein die um 1900 fotografiert worden sind. Bild: zvg (Symbolbild)

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Nun soll Pauline Emma Sunier amtlich für verschollen erklärt werden, wie das «Journal du Jura» am Montag berichtete. Ein entsprechendes «Verschollenerklärungsgesuch» erschien in der Februar-Ausgabe des Amtsblattes des Kantons Bern. Unter welchen Umständen eine Person für verschollen erklärt werden kann, regelt das Schweizerische Zivilgesetzbuch. Die zuständigen Behörden können demnach eine Verschollenerklärung von Amtes wegen durchführen, wenn das Vermögen oder der Erbteil eines Verschwundenen während zehn Jahren in amtlicher Verwaltung war oder die Person ein Alter von 100 Jahren erreicht hätte.

Letzteres ist im Fall der 1865 geborenen von Pauline Emma Sunier klar der Fall. Über ihr Schicksal ist bislang nichts bekannt. Personen, die etwas über Pauline Emma Sunier wissen, können sich bis Ende Januar 2019 beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland melden. Nicht auszuschliessen ist, dass Pauline Emma Sunier zu den vielen Auswanderern gehörte, die im 19. Jahrhundert die Schweiz wegen der herrschenden Armut verliessen. Grosse Auswanderungswellen gab es beispielsweise in den 1880-er Jahren, vor allem nach Übersee oder in andere europäische Länder.

Der Familienname Sunier findet sich sehr häufig in der Gegend von Nods im Berner Jura. Das «Journal du Jura» fand auf einer Internetseite für Ahnenforschung heraus, dass Suniers um 1856 nach Argentinien ausgewandert sind. Vielleicht habe Pauline Emma dort nach ihrer Familie gesucht, spekuliert die Tageszeitung. «Das wäre doch eine viel schönere Hypothese als einfach von der Bildfläche zu verschwinden, ohne dass dies jemanden gekümmert hätte», schreibt das Blatt. (mon/sda)

Erstellt: 12.02.2018, 17:42 Uhr

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