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Berner Finanzdirektorin froh um «klares Zeichen»

Der Kanton Bern hat die Abschaffung der Pauschalbesteuerung mit 56, 1 Prozent Nein weniger klar verworfen als die übrige Schweiz.

Die kantonale Finanzdirektorin Beatrice Simon freut sich über das Abstimmungsergebnis.
Die kantonale Finanzdirektorin Beatrice Simon freut sich über das Abstimmungsergebnis.
Adrian Moser

Das Nein zur Abschaffung fiel in Bern weniger klar aus als in der restlichen Schweiz. Trotzdem zeigt sich Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) erleichtert über das «klare Zeichen» des Stimmvolks.

Die Stimmenden im Kanton Bern hätten den eingeschlagenen Kurs bestätigt, erklärte die Berner Finanzdirektorin am Sonntag der Nachrichtenagentur sda.

Im September 2012 war eine kantonale Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung mit 66,5 Prozent noch deutlicher bachab geschickt worden. Das Stimmvolk nahm jedoch einen Gegenvorschlag an, der die Pauschalbesteuerung ab 2016 verschärft.

Eine Abschaffung der Pauschalbesteuerung hätte dem Kanton Bern laut Simon Steuerausfälle von rund 20 Millionen Franken beschert. Denn man habe befürchten müssen, dass betroffene Pauschalbesteuerte, die im Oberland ein Chalet bewohnen, ihren Lebensmittelpunkt in ein anderes Land verlegen würden.

Fast 90 Prozent Nein im Saanenland

Im Kanton Bern leben rund 220 der schweizweit 5600 Pauschalbesteuerten. Im stark betroffenen Saanenland wurde die eidgenössische Initiative überdurchschnittlich wuchtig mit fast 86 Prozent Nein-Stimmen verworfen.

In Saanen, zu dem auch der Nobelort Gstaad gehört, sagten 87,8 Prozent der Stimmenden Nein. Gemeindepräsident Aldo Kropf zeigte sich auf Anfrage entsprechend froh. Auch wenn man mit einer Ablehnung der Initiative habe rechnen dürfen, sei das schweizweit durchwegs klare Resultat eine «positive Überraschung».

Im Kanton Bern stimmten einzig die rotgrünen Städte Bern und Biel sowie einige kleinere Gemeinden gegen den kantonalen und nationalen Trend. Bern sagte mit 57,8 Prozent Ja, Biel mit 53,8 Prozent zur Initiative «Schluss mit Steuerprivilegien für Millionäre».

SDA/hjo

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