Berner Filme finden mehr Beachtung

Die Berner Filmförderung ist auf Kurs: Gemäss einer Studie finden Berner Filme vermehrt Beachtung.

Jüngste Beispiel der Erfolgsgeschichte: Der Kurzfilm «Traumfrau» von Oliver Schwarz.

Jüngste Beispiel der Erfolgsgeschichte: Der Kurzfilm «Traumfrau» von Oliver Schwarz.

Die verbesserte Berner Filmförderung zeigt Wirkung: Zu diesem Schluss kommt eine im Auftrag des Kantons Bern durchgeführte Evaluation. Die Situation der Filmschaffenden hat sich gemäss der Studie verbessert und die Berner Filme finden vermehrt Beachtung.

Seit 2006 hat die Filmförderung im Kanton Bern einen starken Wandel erfahren. Alle kommunalen und kantonalen Förderungen wurden bei einer kantonalen Stelle konzentriert und die Fördermittel wurden aufgestockt.

Nach 2010 hat die Kantonsregierung im Rahmen eines befristeten Pilotprojekts die Fördersumme von 2,1 auf 3,1 Millionen Franken erhöht. Nun hat der Kanton das Pilotprojekt ausgewertet, wie er am Montag mitteilte.

Sinnvolle Schwerpunkte

Die durch ein externes Beratungsbüro vorgenommene Auswertung bescheinigt der Berner Filmförderung kohärente Ziele und Massnahmen und eine sinnvolle Schwerpunktsetzung. Der Vollzug funktioniere, heisst es im Bericht weiter.

Insgesamt hätten die in den vergangenen Jahren ergriffenen Massnahmen Wirkung gezeigt. Insbesondere habe sich die Wirkung seit dem Start des Pilotprojekts nochmals erhöht. Der Bericht bilanziert, dass sich die Situation der Filmschaffenden und der Publikumszuspruch verbessert hätten.

Ob auch die nationale und internationale Ausstrahlung des Berner Films besser geworden sei, lässt der Bericht offen. Dies habe man aufgrund fehlender Datengrundlagen nicht abschliessend untersuchen können, teilten die Verfasser mit.

Der Bericht weist aber auch auf gewisse Schwächen hin: so gebe es neben der Förderung von Projektentwicklung und Produktion noch acht weitere Massnahmen mit vergleichsweise kleinen Budgets. Hier drohe eine Verzettelung.

Auch die sogenannte 150-Prozent-Regel wird als nicht optimal aber wohl derzeit unumgänglich angesehen. Diese Regelung besagt, dass jeder in eine Filmproduktion investierte Förderfranken zu 150 Prozent im Kanton Bern umgesetzt werden muss.

Insgesamt schlägt der Bericht vor, die Förderung im gegenwärtigen Ausmass weiterzuführen. Eine starke Reduktion würde das bisher Erreichte gefährden.

Erste Blüte des Berner Filmschaffens

Das positive Ergebnis der Evaluation deckt sich offenbar auch mit den Erfahrungen des Branchenvereins «Bern für den Film», wie dieser am Montag mitteilte. Die Förderung sei gut und effizient aufgestellt. Nun gehe es darum, die Arbeit kontinuierlich weiterzuführen. In den vergangenen Jahren habe eine positive Dynamik eingesetzt, bilanziert der Branchenverein und spricht sogar von einer «ersten Blüte des Berner Filmschaffens».

Als jüngste Beispiele der Erfolgsgeschichte nennt der Verein zwei Berner Kurzfilme, die die Kriterien für eine Oscar-Nomination erfüllt haben. Es handelt sich um «Traumfrau» von Oliver Schwarz und «Parvaneh» von Talkhom Hamzavi.

Auch an den Kinokassen waren Berner Filme jüngst erfolgreich: 2012 und 2013 erzielten fünf Filme mehr als 10'000 Eintritte. Zwei davon waren besonders erfolgreich, der Film «Thorberg» von Dieter Fahrer und «Der Imker» von Mano Khalil.

bs/sda

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