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Berner Erziehungsdirektor Pulver setzt weiter auf Kontinuität

Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver will in den Berner Schulen weiterhin Ruhe und Kontinuität. Das hat er bei der Vorstellung der neuen kantonalen Bildungsstrategie 2016 klargemacht.

Für Bernhard Pulver stehen in der neuen Strategie nicht Reformen und Projekte im Vordergrund, sondern die Menschen.
Für Bernhard Pulver stehen in der neuen Strategie nicht Reformen und Projekte im Vordergrund, sondern die Menschen.

Unter das Motto «so viele Reformen wie nötig, so wenige wie möglich» hatte Pulver schon die letzte Bildungsstrategie 2009 gestellt. Am Freitag sagte nun der kantonale Erziehungsdirektor bei der Präsentation der neuen Strategie erneut, neue Massnahmen würden nur ergriffen, «wenn ausgewiesener Handlungsbedarf besteht».

Es gelte, die in den letzten Jahren erreichte Beruhigung in der Bildungspolitik fortzusetzen, so Pulver vor den Medien in Bern. Ohnehin sei die Bildung im Kanton Bern von einer hohen Qualität.

«Tag der Schule» am 21. Februar

«Nicht Reformen und Projekte stehen deshalb in der neuen Bildungsstrategie im Vordergrund, sondern die Menschen», sagte Pulver vor den Medien weiter. Diese Menschen, die Lehrpersonen, sollten sich auf ihr Kerngeschäft, das Unterrichten, konzentrieren können.

Dazu gehört für Pulver auch, dass sich Lehrpersonen untereinander austauschen können. Für diesen Austausch gibt es laut dem kantonalen Erziehungsdirektor bereits viele bestehende Instrumente. Die Erziehungsdirektion will nun ein neues einführen: einen «Tag der Schule».

An diesem Tag sollen Schulen die Gelegenheit erhalten, sich anderen Schulen zu präsentieren und in einen Dialog mit ihnen zu treten. Zudem zeigt die kantonale Erziehungsdirektion Kurzfilme, in denen eine gelungene Schul- und Unterrichtsentwicklung aufgezeigt wird.

Nicht der Wettbewerbsgedanke stehe an diesem Tag im Vordergrund, sagte Pulver dazu auf eine Journalistenfrage. Er denke einfach, dass guter Unterricht in der Schule entstehe. Wenn die Erziehungsdirektion mit den Filmen solche Beispiele geben könne, «tun wir für die Bildung unserer Kinder das Beste.»

Der Tag der Schule soll künftig jedes Jahr durchgeführt werden, jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunktthema. Erstmals findet er am Samstag, 21. Februar dieses Jahres statt.

Die Idee des neuen Tags der Schule stellt Pulver in der kantonalen Bildungsstrategie unter den Titel «Unterrichtsentwicklung durch Pädagogischen Dialog». Das ist für ihn der zentrale Punkt der neuen Strategie. An diesem pädagogischen Dialog sollen Lehrpersonen und Schulleiter teilnehmen können - aber nicht müssen. «Man darf - muss jedoch nicht», sagte Pulver.

Vernehmlassung bis Mitte April

Neben der Unterrichtsentwicklung durch pädagogischen Dialog hat die kantonale Erziehungsdirektion in der Bildungsstrategie zwei weitere Schwerpunkte formuliert: «Sicherstellung einer angemessenen Lohnentwicklung» und «Stabile Rahmenbedingungen».

Zum Punkt «angemessene Lohnentwicklung» sagte Pulver, diesbezüglich sei der Kanton Bern auf einem guten Weg. Schliesslich habe sich der bernische Grosse Rat mit der Annahme des revidierten Gesetzes über die Anstellung der Lehrkräfte (LAG) für einen kontinuierlichen Gehaltsaufstieg ausgesprochen.

38 Seiten umfasst die neue Bildungsstrategie 2016, die dritte nach jenen von 2005 und 2009. In ihr wird auch aufgezeigt, wo die Bildung im Kanton Bern steht und wie der Stand der Dinge bei den verschiedenen Bildungsprojekten im Kanton Bern ist. Vom Lehrplan 21 ist im Papier ebenfalls die Rede.

Bis Mitte April schickt nun die kantonale Erziehungsdirektion die Bildungsstrategie 2016 in eine Vernehmlassung. Danach beschäftigt sich der Regierungsrat mit dem Werk und - voraussichtlich Anfang 2016 - der Grosse Rat.

(SDA)

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