Berner Abstimmungs-Muffel

Der Kanton Bern meldet eine extrem tiefe Stimmbeteiligung: Sieben von zehn Bernerinnen und Bernern blieben dem Urnengang vom Wochenende fern.

Briefliche Stimmabgabe in der Stadt Bern.

Briefliche Stimmabgabe in der Stadt Bern.

(Bild: Twitter Stadt Bern)

Es ist die tiefste Stimmbeteiligung seit 2012 im Kanton Bern: 28,7 Prozent betrug die Stimmbeteiligung bei der eidgenössischen Vollgeld-Initiative, 28,6 Prozent beim Geldspielgesetz. Noch tiefer war die Stimmbeteiligung zuletzt am 25. November 2012. Damals bequemten sich nur 25,7 Prozent der kantonalen Stimmberechtigten an die Urne, um über eine Änderung des Tierseuchengesetzes zu befinden.

Die schwache Stimmbeteiligung an diesem Sonntag ist nicht nur auf die mässig attraktiven eidgenössischen Vorlagen zurückzuführen. Ein weiterer Grund war, dass keine kantonale Vorlagen auf dem Programm standen. Auch in den grösseren Städten gab es - mit Ausnahme von Bern - keine Abstimmungen.

Im Kanton Bern gehen in der Regel zwischen 40 und 45 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Die höchste Stimmbeteiligung der letzten Jahre gab es im Februar 2016 bei der Durchsetzungsinitiative (61,6 Prozent).

Auch kantonale Themen vermögen zuweilen zu mobilisieren. 52,3 Prozent äusserten sich zum Beispiel im Mai 2014 zur kantonalen Initiative «Mühleberg vom Netz».

sda

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