Beat Schori plant erneut ein politisches Comeback

Der einstige Stadt- und Grossrat der SVP hat Chancen auf einen Sitz im Grossen Rat.

Womöglich posiert Kandidat Schori bald wieder auf Baustellen.

Womöglich posiert Kandidat Schori bald wieder auf Baustellen. Bild: Adrian Moser (Archiv)

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Eigentlich ist seine politische Karriere seit sieben Jahren zu Ende. Aber wenn die Partei ihn ruft, dann kommt der einstige Berner Stadt- und Grossrat Beat Schori. Mit seiner Kandidatur für die Grossratswahlen vom März 2018 folgt der mittlerweile 67-Jährige dem Ruf der SVP Stadt Bern bereits zum zweiten Mal. Er sei von «zwei, drei Parteimitgliedern» angefragt worden, um als «Stimmenbringer» den dritten Sitz für die SVP Stadt Bern zu erobern, sagt Schori.

Bereits im Jahr 2012 feierte Schori ein erstes Comeback als Kandidat. Damals kam er für die Wahlen in den Berner Gemeinderat ins Spiel, nachdem bereits nominierte SVP-Kandidaten wieder abgesprungen waren. Aber Schori hatte weder bei den Wahlen in den Gemeinderat noch bei den Wahlen ins Stadtpräsidium eine Chance. Dabei stiess er auch parteiintern nicht überall auf Begeisterung und wurde etwa vom einstigen SVP-Stadtrat Simon Glauser als «Aufbackbrötchen» bezeichnet. Nun ist Schoris Zeit offenbar wieder gekommen. Er habe eben viel für die Partei getan, sagt er. «Ich bin ein Ausnahmefall.»

«Mich kennt man noch in Bern»

Die Euphorie in der Partei ist aber auch jetzt nicht allzu gross. Auf dem Wahlvorschlag der Parteileitung fungierte Schori zuerst auf dem unscheinbaren neunten Listenplatz. Aber Schori will nicht als Listenfüller antreten, sondern weil er es nochmals wissen möchte. «Ich trete an, um zu gewinnen.» So stellte er an der letzten Mitgliederversammlung mit Erfolg den Antrag, ihn auf Platz drei der Liste – gleich hinter dem Bisherigen Stefan Hofer und dem weit bekannten Erich Hess zu platzieren. Schoris Chancen auf den Wiedereinzug ins Kantonsparlament sind durchaus intakt. Stadt- und Nationalrat Hess wird wegen seiner vielen Mandate immer wieder kritisiert. Gar noch grösser sind Schoris Chancen, wenn die SVP Stadt Bern einen dritten Sitz erobern sollte. Die Rolle als Stimmenbringer erfüllt Schori jedenfalls so oder so. «Mich kennt man noch in der Stadt Bern.»

Das Nachsehen haben die amtierenden Mitglieder der SVP-Stadtratsfraktion, die Schori den Vortritt auf der Liste lassen mussten. Der Chef der Stadtratsfraktion, Alexander Feuz, ist jedoch bemüht, den Ball flach zu halten. «Ich habe es ganz locker genommen», sagt er. Der Listenplatz sei sowieso nicht so wichtig. Der Wähler solle entscheiden. Ähnlich sieht es SVP-Wahlkampfleiter Roland Jakob. Der Listenplatz sei früher wichtiger gewesen, weil die Wähler vom Listenende her Namen gestrichen hätten. «Heute wählen die Leute bekannte Köpfe», sagt Jakob. Köpfe wie Beat Schori. (Der Bund)

Erstellt: 06.12.2017, 06:44 Uhr

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