Ausschreitungen vor Fussballderby in Thun

Die YB-Fans hätten über eine neue Route in die Stockhorn Arena marschieren müssen. Weil diese ihnen nicht passte, kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei. Diese setzte Gummischrot ein.

Eine Gruppe YB-Fans vor dem Derby in Thun am Sonntag.

Eine Gruppe YB-Fans vor dem Derby in Thun am Sonntag. Bild: Leser-Reporter 20 Minuten

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Erstmals hätte der Marsch der YB-Fans ins Stadion des FC Thun heute über eine neue Route geführt werden sollen. Diese schien den Fans aus Bern jedoch nicht zu passen. Während rund einer halben Stunde versuchten mehrere Hundert YB-Fans erfolglos, trotzdem die alte, abgesperrte Route zu nehmen.

Gegenüber «20 Minunten» und der «Berner Zeitung» bestätigt der Thuner Sicherheitsdirektor Peter Siegenthaler (SP) am Sonntag den Vorfall: «Sie wollten die alte Route begehen aber wir blieben hart.» Auf die Aufforderungen der Polizei, die neue Fanroute zu begehen oder sich in Bussen zum Stadion fahren zu lassen, reagierten einige Fans mit dem Zünden von Pyros und Flaschenwürfen. Diese Vorfälle hat auch Siegenthaler beobachtet.

Dino Dal Farra, Sprecher der Kantonspolizei Bern, bestätigt, dass es vor der Partie in Thun zu entsprechenden Vorfällen gekommen sei. Die Polizei setzte Gummischrot ein. «Wir mussten Mittel einsetzen, nachdem Polizisten mit Steinen beworfen wurden», so Dal Farra. Es seien jedoch keine Personen zu Schaden gekommen.

Die Mehrheit der Fans soll danach per Bus zum Derby gefahren sein. Der eigentlich ausverkaufte Gästesektor war dann aber bei Anpfiff nicht voll. Laut Informationen des Fanradios «Gelb-Schawarz» haben sich Mitglieder der Berner Ostkurve entschieden, das Spiel zu boykottieren. Damit wolle man gegen das Vorgehen der Polizei protestieren, liess ein Fan verlauten. Rund 150 Personen sollen gemäss Siegenthaler noch vor Anpfiff der Partie per Bahn nach Bern zurückgefahren sein.

Die neue Route für die YB-Fans zum Thuner Stadion ist die Folge von Krawallen und Sachbeschädigungen auf dem alten Weg beim letzten Berner Fussballderby. Die neu vorgesehene Route für den Fanmarsch ist fast doppelt so lang wie die alte. (nfe)

Erstellt: 10.02.2019, 18:16 Uhr

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