Asylzentrum in Schafhausen bleibt

Die Heilsarmee darf im ehemaligen Schulhaus von Schafhausen weiterhin ein Durchgangszentrum für Asylsuchende betreiben.

Können weiterhin bleiben: Asylsuchende in Schafhausen.

Können weiterhin bleiben: Asylsuchende in Schafhausen. Bild: Adrian Moser (Archiv)

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Die Stimmberechtigten von Hasle bei Burgdorf haben mit einer satten Vierfünftels-Mehrheit entschieden, dass das ehemalige Schulhaus von Schafhausen weiterhin ein Durchgangszentrum für Asylsuchende bleiben kann.

Mit 476 gegen 105 Stimmen genehmigten sie den neuen Mietvertrag mit der Heilsarmee-Flüchtlingshilfe. Diese ist schon heute für den Betrieb der Kollektivunterkunft zuständig. Mieter war bislang aber der Kanton. Dieser entschied, dass alle Mietverträge für Kollektivunterkünfte neu direkt mit den Betreibern abgeschlossen werden sollen. So kam es zur neuerlichen Gemeindeabstimmung in Hasle. Den Mietvertrag mit dem Kanton hatte das Volk im Februar 2016 überraschend deutlich gutgeheissen.

Das Asylzentrum befindet sich im 300-Seelen-Weiler Schafhausen. Im ehemaligen Schulhaus sind seit Herbst 2014 durchschnittlich um die hundert Asylsuchende untergebracht. Vor der Eröffnung regte sich Widerstand in der Bevölkerung. Extrem fremdenfeindliche Voten in den sozialen Medien sorgten damals landesweit für Aufsehen. Die Wogen haben sich inzwischen gelegt. Die Stimmbeteiligung betrug am Wochenende bloss 23,3 Prozent Prozent, wie die Gemeinde mitteilte. (crt)

Erstellt: 10.06.2018, 13:07 Uhr

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