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Anzeige wegen Wahlbestechung

Der Oberländer Baustoffproduzent Vigier bot der Musikgesellschaft Wimmis Geld, damit sie ihre Mitglieder an die Gemeindeversammlung schickt. Nun zeigt eine Wimmiserin das Unternehmen an – wegen Wahlbestechung.

Auf diesem Terrain möchte eine Wimmiser Firma Aushubmaterial lagern: Möglicherweise hat sie die Stimmbürger auf problematische Weise beeinflusst.
Auf diesem Terrain möchte eine Wimmiser Firma Aushubmaterial lagern: Möglicherweise hat sie die Stimmbürger auf problematische Weise beeinflusst.
Adrian Moser

Die einen sprechen von einer «Bitte», die anderen von «Bestechung»: Die Art und Weise, wie der Baustoffproduzent Vigier vor der Gemeindeversammlung von Anfang Juni für ihr Anliegen geworben hat, gibt in Wimmis zu reden - und wird bald ein Fall für die Gerichte.

Vigier betreibt in Wimmis ein Kieswerk und möchte im Gebiet Eyfeld Nord Aushubmaterial ablagern. An der Gemeindeversammlung vom 7. Juni stimmten die Wimmiser dem Projekt mit 76 gegen 61 Stimmen zu - nach einer kontroversen Diskussion, wie der «Berner Oberländer» berichtete. Der Grund für die Aufregung ist der Abstimmungskampf von Vigier. Das Unternehmen wandte sich vor der Versammlung mit einem Brief an die Wimmiser Vereine. Im Schreiben, das dem «Bund» vorliegt, steht: «Wir haben Sie in den letzten Jahren mit namhaften Beträgen unterstützt. Nun sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen und bitten Sie, alle in Ihrem Verein stimmberechtigten Mitglieder zu mobilisieren und an der Gemeindeversammlung das Projekt ‹Auffüllung Eyfeld Nord› mit einem Ja zu unterstützen.» Weiter hat Vigier der Musikgesellschaft Wimmis für jedes Mitglied, das an der Versammlung teilnimmt, 25 Franken geboten.

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