Zum Hauptinhalt springen

Ammann rechnet mit Olympia-Abstimmung

Ob sich der Kanton Bern an der Walliser Olympiakandidatur beteiligen soll, entscheidet wohl das Volk.

Nach den Bündner werden nun wohl auch die Berner über eine Olympiakandidatur abstimmen.
Nach den Bündner werden nun wohl auch die Berner über eine Olympiakandidatur abstimmen.
Gian Ehrenzeller, Keystone

Wird die geplante Berner Beteiligung an der Walliser Olympia-Kandidatur wieder ein finanzielles Abenteuer, wie es die Tour de France im letzten Jahr war? Berner Grossräte von den Grünen bis zur EDU sind alarmiert. In einer Motion fordern sie, dass der Regierungsrat rasch eine Vorlage für den Grossen Rat ausarbeitet, welche die möglichen Kosten und die Auswirkungen auf Natur und Umwelt aufzeigt. Diesen Beschluss wollen sie dann dem Berner Stimmvolk vorlegen. Das soll ihrer Meinung nach möglichst bald geschehen. Die Grossräte befürchten, dass ein allfälliger Rückzug aus einem fortgeschrittenen Projekt schwierig würde.

Im Regierungsrat liegt das Dossier in den Händen des Volkswirtschaftsdirektors Christoph Ammann (SP). Er habe Verständnis für das Anliegen, «das Vorgehen dünkt mich aber überhastet», sagt er. Die Situation sei nicht mit derjenigen der Tour de France vergleichbar, als unter Zeitdruck geplant und ein Nachkredit von gut 845'000 Franken nötig wurde. Das Bewerbungsdossier müsse spätestens im Januar 2019 eingereicht werden. Bestätigt das Sportparlament von Swiss Olympics im April die Kandidatur, wird eine Machbarkeitsstudie mit detailliertem Budget erarbeitet und Ende Juni dem Bundesrat vorgelegt. Heisst dieser das Anliegen gut, muss erst das eidgenössische Parlament die Kredite bewilligen. Danach werde der Regierungsrat eine Vorlage zuhanden des Grossen Rates vorlegen.

«Es wird wohl zu Volksabstimmungen in den beteiligten Kantonen, auch in Bern, kommen», vermutet Ammann, da die erwarteten Beiträge der öffentlichen Hand die Finanzkompetenz von Regierung und Parlament übersteigen dürften. Eine Abstimmung vor dem Entscheid im nationalen Parlament wäre jedoch «unseriös». Die vom Regierungsrat bereits gesprochene Million aus dem Lotteriefonds sei zudem an das vollständige Zusammenkommen der für die Kandidatur nötigen 24 Millionen Franken geknüpft.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch