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«Alles ist mir lieber als der Ernstfall»

Im Lötschbergtunnel kommt es zu einem Gasunfall. 930 Passagiere müssen evakuiert werden. Dieses Szenario haben am Samstag 400 Einsatzkräfte aus den Kantonen Bern und Wallis geübt.

Alle sechs Jahre üben die Einsatzkräfte aus den Kantonen Wallis und Ben im Lötschberg-Basistunnel den Ernstfall.
Alle sechs Jahre üben die Einsatzkräfte aus den Kantonen Wallis und Ben im Lötschberg-Basistunnel den Ernstfall.
Peter Schneider, Keystone
Einige der Figuranten mussten Verletzte oder Traumatisierte spielen.
Einige der Figuranten mussten Verletzte oder Traumatisierte spielen.
Peter Schneider, Keystone
Am Samstag wurde bei Frutigen im Lötschberg-Basistunnel der Ernstfall geprobt, mit 1300 Beteiligten.
Am Samstag wurde bei Frutigen im Lötschberg-Basistunnel der Ernstfall geprobt, mit 1300 Beteiligten.
Peter Schneider, Keystone
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20 Kilometer ist er in den Berg hineingefahren. Jetzt steht der Zug still, mitten im Lötschberg-Basistunnel, und gibt ein schwaches Licht von sich. Noch ist es gespenstisch ruhig um ihn herum, die Luft stickig, 28 Grad warm. «Der Zugbegleiter hat das Signal zur Selbstrettung gegeben», heisst es. Weiter vorne ist ein Güterzug wegen eines Defekts zum Stehen gekommen, aus einem beschädigten Tanklaster entweicht Ammoniakgas. Jetzt öffnen sich die Türen. Menschen tasten sich entlang der Tunnelwand zum Notausgang, der in den Dienststollen führt. Ein Mann hustet, torkelt, fällt hin. Hilferufe, Namen, die ins Leere geschrien werden. Und dann jene, die lächelnd über die Rettungsbrücke stolzieren.

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