«Agglolac» grundsätzlich möglich

Das ehemalige Areal der Expo.02 am Bieleresee, wo Nidau und Biel das neue Quartier «Agglolac» schaffen wollen, ist archäologisch von hohem Wert. Trotzdem ist eine Überbauung möglich.

Auf der Expo-Brache zwischen Schloss Nidau und Barkenhafen wurden Archäologische Funde gemacht. Dennoch soll darauf ein Wohnquartier entstehen.

Auf der Expo-Brache zwischen Schloss Nidau und Barkenhafen wurden Archäologische Funde gemacht. Dennoch soll darauf ein Wohnquartier entstehen.

(Bild: Manu Friederich)

Bereits seit längerem ist bekannt, dass auf diesem Areal archäologische Kulturschichten vorhanden sind, wie die bernische Erziehungsdirektion am Donnerstag mitteilte. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern führte auf dem Areal 2011 umfangreiche Sondiergrabungen durch. Zusätzlich holte die Erziehungsdirektion bei der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) ein Gutachten ein. Dieses bestätigt den hohen wissenschaftlichen und kulturellen Wert der Fundschichten.

Überbauung der Kulturschichten grundsätzlich möglich

Es stellt zudem fest, dass die Qualität der Kulturschichten nicht in allen Bereichen des Projektperimeters gleich hoch ist. Das Gutachten empfiehlt, die bedeutendsten Teile der Fundstelle unter Schutz zu stellen. Es hält aber fest, dass eine Überbauung dieser archäologischen Kulturschichten grundsätzlich möglich ist.

Die nächsten Planungsschritte müssen aufzeigen, wie eine optimale Lösung erreicht werden könne, schreibt die Erziehungsdirektion. Dabei gehe es um den Schutz der Kulturschichten, die Finanzierung von Rettungsgrabungen, die geotechnische Machbarkeit, den Ortsbildschutz und die Wirtschaftlichkeit.

rym/sda

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