Adelboden: Über das gescheiterte Alpenbadprojekt wird bald Gras wachsen

Die Gemeinde begrünt die Brache, auf welcher das gescheiterte Alpenbadprojekt hätte realisiert werden sollen.

Das Alpenbadprojekt in Adelboden ist gescheitert: Nun soll die Brache begrünt werden.

Das Alpenbadprojekt in Adelboden ist gescheitert: Nun soll die Brache begrünt werden.

(Bild: zvg)

In Adelboden wächst bald Gras über das gescheiterte Alpenbadprojekt: Die Gemeinde begrünt die Brache. Bis ein neues Projekt in Angriff genommen werden kann, dürften nach Angaben des Gemeinderats gut und gerne fünf bis zehn Jahre vergehen.

Damit das Gelände Mitten im Dorf in dieser Zeit einen ansehnlichen Eindruck hinterlässt, wird es mit einer Humusschicht überzogen und begrünt. Geplant sind auch Sitzbänke und Tische und allenfalls eine Bepflanzung. Dafür hat der Gemeinderat einen Nachkredit bewilligt, wie er am Montag mitteilte.

Die Gemeinde lässt eine Studie zur baulichen Nutzung des Nevada- und Schuelerareals erarbeiten. Dafür hat sie den Beizug eines externen Planungsbüros beschlossen und den Auftrag an die Ecoptima in Bern vergeben. Bis Mitte Juli sollten erste Resultate vorliegen.

Geplatzte Träume

Auf dem Gelände sollte für 120 Millionen Franken ein Luxushotel mit Bäderlandschaft entstehen. Investoren aus Kuwait versprachen die nötigen Mittel. Doch der Traum platzte. Die kuwaitischen Investoren zogen sich 2010 zurück. Danach wurde das Projekt mehrfach überarbeitet - ohne Erfolg. 2014 tauchte ein neuer Investor auf. Doch bald wurde klar, dass auch er das Projekt nicht realisieren würde. Die Baubewilligung erlosch und das Baurecht ging an die Gemeinde als Grundeigentümerin zurück.

Die Adelbodner Bevölkerung lehnte vergangenen Dezember einen Kredit von 570'000 Franken ab, mit dem die Rückbaukosten hätten geregelt werden sollen. Namentlich das Licht- und Wasserwerk blieb nach dem Entscheid zumindest vorderhand auf einer Bürgschaft von 400'000 Franken sitzen.

msl/sda

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