Weniger Geld für Ehepaar O.

Der Kanton will Millionen einsparen und revidiert dazu das Sozialhilfegesetz. Was technisch tönt, hat grossen Einfluss auf 42 000 Menschen. Sie erhalten künftig empfindlich weniger Geld.

Der Kanton Bern will bei der Sozialhilfe sparen – die Auswirkungen wären auch im Sozialamt der Stadt Bern spürbar.

Der Kanton Bern will bei der Sozialhilfe sparen – die Auswirkungen wären auch im Sozialamt der Stadt Bern spürbar.

(Bild: Valérie Chételat)

Basil Weingartner@bwg_bern

Wenn Herr O. in die Innenstadt muss, wird es teuer. Der 39-jährige Stadtberner ist gehbehindert, seit er einen Arterienverschluss im rechten Bein erlitten hat. Für die Fahrt in die Stadt braucht er deshalb ein Taxi – 20 Franken hin, 20 Franken zurück. Viel Geld für O., der auf Sozialhilfe angewiesen ist. Diese übernimmt die Fahrtkosten nur teilweise. Doch zu Hause bleiben ist für O. keine Option. Er muss häufig zum Arzt, zum Psychiater, zum Zahnarzt. Denn er leidet auch noch an einer Magenkrankheit; fast jeden Morgen muss er erbrechen. Die Magensäure schadet auch seinen Zähnen.

Der Bund

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