Top4-Skipass findet grossen Anklang

Der stark reduzierte Top4-Skipass, der auf allen Bahnen in Adelboden-Lenk, Gstaad, Jungfrau Ski Region und Meiringen-Hasliberg gültig ist, wurde besser verkauft als erwartet.

Davon profitieren die Wintersportler: Top4-Skipass heisst die gemeinsame Saisonkarte von Adelboden-Lenk, Meiringen-Hasliberg, Gstaad und der Jungfrau-Region. Preis: 666 Franken.

Davon profitieren die Wintersportler: Top4-Skipass heisst die gemeinsame Saisonkarte von Adelboden-Lenk, Meiringen-Hasliberg, Gstaad und der Jungfrau-Region. Preis: 666 Franken.

(Bild: Keystone Jean-Christophe Bott)

Der Top4-Skipass im Berner Oberland hat die Erwartungen im ersten Jahr übertroffen. 36'300 Preisbrecher-Abos wurden verkauft, wie das Berner Regionaljournal von Radio SRF am Donnerstag berichtete.

Gerechnet habe man mit 25'000, sagte Harry John, Direktor der Dachorganisation BE! Tourismus. Was der neue Skipass für Folgen habe, könne man noch nicht abschätzen. Eine Bilanz sei frühestens nach der ersten Saison möglich, eine seriöse Bewertung nach drei Jahren.

Der Top4-Skipass wurde von September bis Mitte Dezember zum stark reduzierten Preis von 666 Franken verkauft. Gültig ist das Abo auf allen Bahnen in Adelboden-Lenk, Gstaad, Jungfrau Ski Region und Meiringen-Hasliberg.

Der Preiskampf in den Schweizer Skigebieten brach vor gut einem Jahr aus. Saas Fee VS bot damals ein Saisonabo zum Fünftel des bisherigen Preises an. Die Aktion war ein Erfolg, worauf weitere Skigebiete ihre Preise senkten und flexible Tarife einführten. Die aktuelle Entwicklung erinnere ein wenig an die Flugbranche vor 20 Jahren, sagte Harry John von BE! Tourismus. Damals hätten neue Billig-Airlines das ganze Marktumfeld verändert. In den Skigebieten sei das Preisgefüge bislang sehr starr gewesen. «Es musste etwas passieren.»

Allerdings widersetzen sich manche Skigebiete im Wallis und in Graubünden dem Trend. Der Verband Seilbahnen Schweiz verfolgt die Entwicklung aufmerksam, wie ein Sprecher der Nachrichtenagentur sda sagte. Auf der einen Seite unterstütze er die Idee, mehr Leute auf die Pisten zu locken. Auf der anderen Seite bestehe das Risiko, dass die stark reduzierten Preise in der Branche zu einer Art Kannibalismus führen könnten.

crt/sda

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