Spitex soll transparenter werden

Der bernische Grosse Rat will der Spitex besser auf die Finger schauen. Er fordert die Korrektur der entsprechenden Verordnung.

Der bernische Grosse Rat fordert mehr Transparenz von der Spitex. (Symbolbild)

Der bernische Grosse Rat fordert mehr Transparenz von der Spitex. (Symbolbild)

(Bild: Samuel Schalch)

Der Grosse Rat reagiert auf die Diskussion um hohe Vergütungen an der Spitze der Spitex Bern. Mit 150 zu 0 Stimmen überwies er am Montag eine SP-Motion, welche die Ausdehnung der Offenlegungspflicht auf die Institutionen im Alters- und Behindertenbereich fordert.

Alle Betriebe, die zu mehr als die Hälfte ihrer Kosten durch den Kanton subventioniert werden oder pro Jahr mehr als eine Million Franken erhalten, sollen ihre Vergütungen offenlegen müssen. Bisher gab es in der Staatsbeitragsverordnung Ausnahmen für den Alters- und Behindertenbereich.

Die Spitex Bern sei durch die Schlagzeilen im vergangenen Winter in eine Krise geraten, hiess es in der Debatte. Das Vertrauen in den Betrieb müsse durch eine erhöhte Transparenz so schnell wie möglich wieder hergestellt werden.

Die Regierung werde die Verordnung nun «sehr rasch» korrigieren, versprach Finanzdirektorin Beatrice Simon. Für Wirbel hatte vor einigen Monaten vor allem der Lohn von rund 185'000 Franken für die Verwaltungsratspräsidentin der Spitex Bern gesorgt.

Die Frau ist seit Ende Februar krankgeschrieben. Im März rief der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg den gesamten Verwaltungsrat der Spitex Bern zum Rücktritt auf, weil er das Vertrauen ins Gremium verloren habe.

An diesem Mittwoch (13. Juni) soll nun ein neuer, siebenköpfiger Verwaltungsrat gewählt werden. Vom alten, fünfköpfigen Verwaltungsrat soll nur ein Mitglied übrig bleiben. Neue Verwaltungsratspräsidentin soll die frühere Nationalrätin und Stadtberner Gemeinderätin Therese Frösch (Grüne) werden.

msl/sda

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