Skywork dünnt Flugplan aus und verpasst sich neuen Slogan

Es tut sich was bei Skywork: Die Airline reduziert ihr Angebot im Winter deutlich und will sich wieder auf Schweizer Werte besinnen.

Skywork reduziert Flüge.

Skywork reduziert Flüge. Bild: Adrian Moser

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Die Zeiten des Grössenwahnsinns scheinen bei der Berner Fluggesellschaft Skywork definitiv vorbei zu sein. Zwar fliegt die Airline im kommenden Winter wie im Vorjahr neun Destinationen an. Ein genauer Blick auf den gestern auf der Webseite aufgeschalteten Winterflugplan 2014/2015 zeigt jedoch ein anderes Bild: Skywork streicht das Flugangebot im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich zusammen. So werden Hamburg und Berlin nur sechs statt zwölfmal ­wöchentlich angeflogen. Nach Amsterdam und Wien fliegen die 31-plätzigen Dornier 328 vier- statt siebenmal pro ­Woche. Die angekündigte Tagesrandverbindung, das heisst ein Morgen- und Abendflug, nach Köln/Bonn wird bloss von Dienstag bis Donnerstag angeboten, Montag, Freitag und Sonntag ist ein täglicher Flug aufgeführt. Dementsprechend sind auch weniger Flugzeuge in der Luft: Skywork kann den Flugplan mit drei Maschinen fliegen. Eine vierte Dornier steht fix als Reserve zur ­Verfügung.

Nur ein Flug am Samstag

An Wochenenden wird es auf dem Belpmoos ruhig zu und her gehen: Denn im Winter bleibt samstags fast die ganze Skywork-Flotte am Boden: Bloss ein einziger Flieger hebt nach Mallorca ab:

«Die Nachfrage nach Samstags-Städteflügen ist dann einfach zu klein», sagt Skywork-Sprecher Max Ungricht. Man habe das vergangene Winterhalbjahr mittels Revenue Management genau analysiert und das saisonale Angebot dementsprechend nach unten angepasst. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Anzahl der von Skywork pro Woche angebotenen Flüge von 70 auf 54.

Kein Abschied von London City

Per Ende Oktober fliegt Skywork in London wegen der hohen Gebühren nicht mehr den zentralen City-Airport, sondern den Flughafen Southend im Südosten der Metropole an. Mit dem Zug dauert von dort die Fahrt ins Stadtzentrum dann rund eine Stunde und kostet 14 Pfund. Dies dürfte insbesondere ­Geschäftsreisende kaum dazu animieren, von Belp aus in die Themsestadt zu fliegen. Dies ist sich auch Skywork ­bewusst: «Wir verabschieden uns nicht definitiv von London-City. Wenn es ­betriebswirtschaftlich Sinn macht, kehren wir wieder zurück», sagt Ungricht.

Auf Schweizer Werte besinnen

Die Airline hat sich im Juni einen neuen Werbeslogan verpasst. Statt «Your personal way to fly» heisst der Skywork-Leitspruch nun «Flights made in Switzerland». «In der Region Bern sind wir zu wenig als lokale Schweizer Airline wahrgenommen worden. Das wollen wir ändern», sagt Ungricht. Darüber hinaus stattet Skywork nun Piloten und Flugbegleiter mit Accessoires aus, die auf die schweizerische Herkunft der Airline aufmerksam machen sollen. Mit dem Slogan wurde übrigens auch die Marketingleiterin ausgewechselt: Die aus der Region Bern stammende Franziska Meyer hat per 1. Juni die Stelle von Alexandra Meuli-Sordakis übernommen, die das Unternehmen nach knapp vier Jahren Richtung der Werbeagentur ­Contexta verlassen hat.

(Der Bund)

Erstellt: 05.07.2014, 10:51 Uhr

Skywork verkauft Aaretal-Reisen

Der Reiseveranstalter Aaretal-Reisen ist wieder eigenständig. Marko Lang hat die Geschäftsleitung von Skywork-CEO Rolf Hartleb übernommen. Bereits im Mai 2014 sind die Anteile der Aaretal-Reisen AG von Skywork an die neuen Inhaber übergegangen. Damit geht für das traditionsreiche Reiseunternehmen womöglich ein unrühmliches Kapitel zu Ende: Unter der Führung des damaligen Skywork-Chefs Tomislav Lang, Bruder von Marko Lang, hatte die Airline Aaretal-Reisen 2011 übernommen. Gründer Beat Iseli trat wegen Meinungsdifferenzen kurze Zeit später von seinem Posten als Geschäftsleiter zurück und gründete dann mit Belpmoos-Reisen eine eigene Konkurrenz-Firma. Die Aaretal-Reisen AG wurde im Herbst 2013 aus dem ­Garantiefonds der Schweizer Reisebranche ausgeschlossen. Inzwischen sind die Kunden aber wieder versichert. (amü)

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