Regula Rytz will ins Stöckli

Die Grünen sind dabei im Kampf um die Ständeratssitze. Mit einer Frau.

Sie will es wagen: Regula Rytz (Grüne) kandidiert für den Ständerat.

Sie will es wagen: Regula Rytz (Grüne) kandidiert für den Ständerat. Bild: Franziska Rothenbühler

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Nun ist es bekannt. Regula Rytz tritt zur Wahl in den Ständerat an. Die Parteipräsidentin der Grünen und Nationalrätin gab bekannt, dass sie zur Wahl steht. Der ehemalige Regierungsrat Bernhard Pulver ist somit aus dem Rennen. Er verzichtet, wie er und Regula Rytz an einer Pressekonferenz am Mittwochmorgen mitgeteilt haben. Ganz überraschend ist dies nicht. Ab Februar wird Pulver Verwaltungsratspräsident der Insel Gruppe – daher hat er wohl andere Sorgen. Und genug zu tun.

Rytz wird auf der linken Seite mit dem bisherigen Ständerat Hans Stöckli (SP) zur Wahl stehen. Er gab im November bekannt, sich für eine dritte Legislatur zur Verfügung zu stellen. Kritiker bemängelten hierbei, dass die SP als linke Partei keine Frau nominierte. Die Partei betonte jedoch seine Erfahrung und seinen Status als Bisheriger, mit denen Parteien in der Regel besser ihre Sitze halten können. Doch ganz ohne weibliche Konkurrenz steht Stöckli nicht da. Kathrin Bertschy (GLP) und Marianne Streiff (EVP) äusserten bereits ihre Absicht, den Kanton im Ständerat vertreten zu wollen.

Ob der amtierende Ständerat Werner Luginbühl (BDP) erneut zur Wahl steht, ist noch nicht bekannt. Falls er verzichtet, wird Parteikollegin Beatrice Simon als Nachzüglerin gehandelt. Von den Bürgerlichen gab Christa Markwalder (FDP) an, sich zur Verfügung zu stellen. Offiziell nominiert wird sie im Januar. Die SVP, wählerstärkste Partei des Kantons Bern, kündigte zwar an, einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu stellen. Wer es sein wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Klar hingegen ist, dass es jemand aus dem Nationalrat sein wird. Die Partei wird, wie auch die Freisinnigen, im Januar nominieren.

Die zwei Sitze für den Kanton sind begehrt. 2019 ist Wahljahr, der Wahlkampf ist lanciert. Es wird sich zeigen, ob Bisherige mit ihrer gesammelten Erfahrung punkten und gewinnen können. Neben den Voten aus ihrer Partei, können die beiden nämlich parteiübergreifende Zustimmung finden. Doch vielleicht gelingt es gerade den Frauen, die bisher männliche Vertretung zu beenden.

Hier gehts zum Interview. (Der Bund)

Erstellt: 19.12.2018, 10:01 Uhr

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