Region Bern erarbeitet Windenergie-Richtplan

Die 85 Gemeinden der Regionalkonferenz Bern-Mittelland erarbeiten in diesem Jahr einen regionalen Richtplan Windenergie.

Sehr gut akzeptiert von den Nachbarn: Windpark der Juvent SA auf dem Mont Crosin.

Sehr gut akzeptiert von den Nachbarn: Windpark der Juvent SA auf dem Mont Crosin. Bild: Adrian Moser

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Ohne einen solchen Richtplan können im Kanton Bern keine Bewilligungsgesuche für Windturbinen über 30 Metern Höhe eingereicht werden. 66 Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten der Regionalkonferenz Bern-Mittelland genehmigten am Freitagnachmittag den Kredit von 80'000 Franken für die Ausarbeitung des Richtplans. Das Geschäft ging an der Versammlung in Belp diskussionslos über die Bühne.Dass die Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RVK) einen solchen Richtplan will, geht einerseits auf «Voranfragen» zu möglichen Windenergieanlagen in der Region zurück, wie es in Belp hiess.

Diese Voranfragen zeigten, dass ein Bedarf für den Richtplan bestehe.Anderseits hat der Kanton Bern kantonale Windenergieprüfräume definiert, in denen nun mit regionalen Richtplänen jene Gebiete näher bestimmt werden sollen, in denen Windturbinen möglich sind. So soll erreicht werden, dass Windturbinen Siedlungen, Landschaft und Natur so wenig wie möglichbeeinträchtigen.

Allerdings liegt es dann an den Gemeinden, Nutzungspläne zu erlassen, wie RVK-Projektleiter Orlando Eberle am Rand der Versammlung in Belp auf Anfrage sagte. «In kommunalen Nutzungsplanungen können die regionalen Windenergiegebiete noch zusätzlich beschränkt, aber nicht vergrössert werden», schreibt die RVK.

Zehn Gebiete

Der Richtplan für den Grossraum Bern wird von externen Fachleuten erarbeitet und soll im Oktober dieses Jahres vorliegen. Dann geht er in eine Mitwirkung. Ziel ist, dass der Plan im Februar 2016 durch den Kanton genehmigt wird.

Untersucht werden zehn Gebiete im Raum Laupen-Neuenegg-Mühleberg, am Frienisberg, im Schwarzenburgerland, auf dem Längenberg, am Belpberg und an der Grenze zum Emmental bei Linden. Der bereits genehmigte Teilrichtplan Windkraftanlagen Bantiger Süd-Ost wird vom kantonalen Richtplan anerkannt. Dort muss also nichts mehr untersucht werden.

Eine von der Regionalkonferenz Bern-Mittelland eingesetzte Begleitgruppe wirkt an der Erarbeitung des Richtplans mit. In dieser Gruppe machen ausser Gemeinde- auch Interessenvertreter mit, so etwa von der Verenigung zur Förderung der Windenergie Suisse Eole und von Pro Natura Bern. (mer/sda)

Erstellt: 21.03.2014, 17:07 Uhr

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