Referendum gegen Laborneubau eingereicht

Über den 140 Millionen Franken teuren Neubau eines Labors der Universität Bern wird voraussichtlich das kantonale Stimmvolk entscheiden.

So würde das neue Laborgebäude aussehen – ob es überhaupt gebaut wird, muss das Berner Stimmvolk entscheiden.

So würde das neue Laborgebäude aussehen – ob es überhaupt gebaut wird, muss das Berner Stimmvolk entscheiden.

(Bild: zvg)

Ein Komitee von Tierversuchsgegnern hat am Dienstag das Referendum gegen den Laborneubau bei der Universität Bern mit 11'156 Unterschriften eingereicht. Damit kam das Referendum knapper zustande, als dessen Urheber noch Mitte Mai verkündet hatten, als sie von fast 13'000 Unterschriften sprachen. Nötig für eine Volksabstimmung sind 10'000 gültige Unterschriften.

Die Koalition von Tierrechtsorganisationen sowie der Grünen Partei Bern und der Alternativen Linken wehrt sich damit gegen den Grossratsbeschluss von Mitte Januar, mit dem das Berner Kantonsparlament den Neubau oppositionslos bewilligt hatte.

Im neuen Gebäude sollen das Institut für Rechtsmedizin und das Departement für Klinische Forschung der Universität Bern untergebracht werden. Sie sind heute auf fast zwanzig Standorte in Bern verteilt. Dazu kommt, dass die bestehenden Labors nach Angaben des Kantons Bern heutigen Anforderungen nicht mehr genügen.

Geplant ist auch, dass in einem Teil des Neubaus Versuchstiere gehalten werden. Die Gegner fordern hingegen einen Verzicht auf Tierversuche. Stattdessen sollen die Gelder für den «Luxusbau» in die Entwicklung von zukunftsfähigen Forschungsmethoden zu investieren.

spr/sda

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