Perina-Werz ist neue Präsidentin der CVP Bern

Die bernische CVP hat eine neue Präsidentin. Alexandra Perina-Werz will die Partei im Kanton stärken.

Die ehemalige Fraktionssekretärin CVP-EVP und neugewählte Berner Parteipräsidentin: Alexandra Perina-Werz.

Die ehemalige Fraktionssekretärin CVP-EVP und neugewählte Berner Parteipräsidentin: Alexandra Perina-Werz. Bild: zvg

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Im kommenden Jahr will Perina vor allem Eines erreichen: Die Berner CVP soll ihren vor drei Jahren verlorenen Nationalratssitz zurückerobern.

Im Kanton Bern habe die CVP ein grosses Potenzial, sagte Perina-Werz am Freitag vor den Medien in Bern. Die frischgebackene Präsidentin will mit dem neuen Vorstand «auf den bestehenden Stützpunkten in Bern und Umgebung, Biel, Thun und Burgdorf aufbauen» und so die Partei stärken.

Perina-Werz ist nicht neu in der Politik. Sie war von 2008-2013 politische Fraktionssekretärin der CVP-EVP. Im November 2013 rutschte die 38-Jährige ins Berner Kantonsparlament nach, verpasste jedoch die Wiederwahl im März 2014.

«Historisches Missverständnis»

Auch Reto Nause, Gemeinderat der Stadt Bern und Vorstandsmitglied der bernischen CVP, ist vom Potenzial seiner Partei überzeugt. Er verweist auf die Parolen der CVP, die gerade im Kanton Bern sehr gut mit den Abstimmungsresultaten übereinstimmten.

«Wir politisieren so wie die Bernerinnen und Berner abstimmen», sagte Nause. Das müsste sich seiner Meinung nach auch in höheren Wähleranteilen ummünzen. Um dies zu erreichen, will die Partei unter anderem mit Familienpolitik punkten.

Die CVP sei eine klassische Mittepartei, sagte Nause weiter. Sie leide jedoch unter einem historischen Missverständnis. Die CVP werde für katholisch und konservativ gehalten. Dabei sei die Partei seit 1971 überkonfessionell, sagte Nause. Er selbst sei reformiert.

Absicherung für CVP-Bundesrätin

In den Wahlkampf 2015 steigt die CVP des Kantons Bern nun mit dem grossen Ziel, in den Nationalrat zurückzukehren. Vor drei Jahren verlor die Partei den Sitz von Norbert Hochreutener in der grossen Kammer.

Dieses Mandat sei aber wichtig, weil es nach den Parlamentswahlen ein Gerangel um die Zusammensetzung im Bundesrat geben dürfte, sagte Nause. Um CVP-Bundesrätin Doris Leuthard in der Landesregierung zu behalten, brauche es auch eine starke Vertretung der Partei im Nationalrat. «Jeder CVP-Nationalratssitz ist eine Absicherung für unsere Bundesrätin», sagte Nause. (agr/sda)

Erstellt: 19.12.2014, 13:37 Uhr

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