Kanton Bern ermittelt vermehrt wegen Menschenhandel

In den letzten Jahren wurden mehr als 20 Verfahren wegen Menschenhandel abgeschlossen. Zumeist ging es um sexuelle Ausbeutung.

Menschenhandel in der Stadt Bern: Ein Fall flog auf, als sich eine Prostituierte an die Kantonspolizei wandte.

Menschenhandel in der Stadt Bern: Ein Fall flog auf, als sich eine Prostituierte an die Kantonspolizei wandte. Bild: Valérie Chételat (Archiv)

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Der Berner Regierungsrat weist auch darauf hin, dass sich die Berner Justiz zurzeit mit einem der grössten Verfahren in der Schweiz befasst. Dabei geht es um über 80 Opfer. Das schreibt der Berner Regierungsrat in seiner am Mittwoch publizierten Antwort auf eine Interpellation von Samuel Kullmann (EDU/Hilterfingen).

Die Kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben hatte im Juli über eine 57-jährige Thailänderin berichtet, welche die Einreise von über 80 Landsleuten in die Schweiz organisiert haben soll. Die Schulden mussten sie demnach durch Prostitution abzahlen.

Im Kampf gegen den Menschenhandel arbeitet Bern eng mit dem Bund und den anderen Kantonen zusammen, wie der Regierungsrat weiter schreibt. Er gehört zu den neun Kantonen, die einen Leistungsvertrag mit der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration in Zürich (FIZ) abgeschlossen haben.

Die FIZ klärt unter anderem den Opferstatus ab, kümmert sich um die Unterkunft in Schutzwohnungen, steht den Opfern juristisch, medizinisch und psychologisch bei - und sie organisiert später auch die Rückkehr in die Heimat. (net/sda)

Erstellt: 27.12.2017, 16:50 Uhr

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