Jura-Abstimmung: Perrenoud warnt vor taktischen Ja-Stimmen

Obwohl die Abstimmung im Berner Jura nur konsultativ ist, sei sie ein Richtungsentscheid, mahnt Perrenoud.

Weibelt gegen ein Ja zum Grosskanton Jura: Regierungsrat Philippe Perrenoud.

Weibelt gegen ein Ja zum Grosskanton Jura: Regierungsrat Philippe Perrenoud.

(Bild: Valérie Chételat (Archiv))

Simon Thönen@SimonThoenen

Das Regierungsmitglied aus dem Berner Jura, Philippe Perrenoud, nutzte die Gelegenheit am Montag, um für ein Nein zu einem Grosskanton Jura zu werben – und um vor der Haltung zu warnen, die er als grösstes politisches Risiko einschätzt: dass Stimmberechtigte im Berner Jura aus taktischen Gründen ein Ja zu einem gemeinsamen Kanton mit dem Jura in die Urne legen könnten, um zu schauen, was dabei herauskommt. Dies in der Annahme, dass sie später immer noch Nein zu einem solchen Kanton sagen könnten.

«Historische Tragweite»

In der Tat ist die Volksabstimmung vom 24. November im Berner Jura nur konsultativ. Resultiert ein Ja, dann müssen die beiden Kantone Bern und Jura Verhandlungen über die Wahl eines Verfassungsrats für den neuen Kanton aufnehmen. Bevor ein Grosskanton Jura gegründet werden könnte, wäre eine Kaskade von regionalen, kantonalen und eidgenössischen Abstimmungen nötig.

Dennoch wäre bereits ein Ja am 24. November im Berner Jura ein Richtungsentscheid «von historischer Tragweite», mahnte Perrenoud. «Es wäre wie eine Verlobung mit dem Kanton Jura.» Zwar sei eine Hochzeit nicht zwingend, aber «man verlobt sich nicht einfach so, um zu sehen, ob die Gemeinsamkeiten auf die Dauer ausreichen».

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt