Häusliche Gewalt: Täter müssen Red und Antwort stehen

Der Kanton Bern verankert die sogenannte Täteransprache nach häuslicher Gewalt im Gesetz. In der Region Bern wurden damit gute Erfahrungen gemacht.

Wer zuschlägt, muss beim Statthalter vorsprechen: Die Täteransprache wird gesetzlich verankert.

Wer zuschlägt, muss beim Statthalter vorsprechen: Die Täteransprache wird gesetzlich verankert. Bild: PD

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Die Täteransprache besteh darin, dass zu Hause gewalttätig gewordene Personen vom Regierungsstatthalter zu einem Gespräch eingeladen werden. Dabei wird untersucht, wieso es zur Gewalt gekommen ist und wie solche Vorfälle künftig zu vermeiden wären. Auch wird dem Täter vermittelt, dass Gewalt keine Lösung ist und nicht toleriert wird.

Diese Täteransprachen hat bisher vor allem der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Bern-Mittelland durchführt. Er hat damit nach Angaben der Kantonsregierung gute Erfahrungen gemacht. Nun können diese Gespräche im ganzen Kanton Bern Standard werden, nachdem der Grosse Rat am Dienstag die dafür notwendige Revision des Gesetzes über die Regierungsstatthalter diskussionslos beschlossen hat. (SDA )

Erstellt: 05.09.2017, 12:55 Uhr

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