Fürst Albert II. ist Ehrendoktor der Universität Bern

Fürst Albert II. von Monaco hat am Samstag den Ehrendoktortitel der Universität Bern erhalten. Der Senat und die Universitätsleitung ehrten ihn unter anderem für seine langjährige Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung.

Ehrendoktor: Fürst Albert II. von Monaco.

Ehrendoktor: Fürst Albert II. von Monaco. Bild: Keystone

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Aus seiner gesellschaftlichen Stellung heraus setze sich Fürst Albert für die Belange der Wissenschaft ein, schreibt die Universität Bern anlässlich des Dies academicus 2014. Er habe ein besonderes Interesse für Klimawissenschaften.

In diesem Bereich ist er mit der Uni Bern verbunden. Im Jahr 2008 etwa unterstützte Fürst Albert über seine Stiftung ein Klimaforschungsprojekt der Universität mit 250'000 Franken.

Acht Ehrendoktortitel verlieh die Uni Bern an ihrem Dies academicus. Doctor honoris causa kann sich neu auch Luc Pettavino, ebenfalls aus Monaco, nennen. Ihm ist es als Organisator von Wohltätigkeitsveranstaltungen gelungen, über 15 Millionen Euro für die Forschung im Bereich der Muskelschwund-Krankheit zu sammeln.

Dr. h.c. auch für BLS-Präsidenten

BLS-Präsident Rudolf Stämpfli erhielt den Ehrendoktortitel von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität. Sie beschreibt Stämpfli als «herausragenden Unternehmer, der die schweizerische Wirtschaftspolitik der letzten 20 Jahre wesentlich mitprägte».

Die amerikanische Theologin Bernadette Joan Brooten wurde für ihre Arbeiten zur Geschichte jüdischer und christlicher Frauen in der Antike geehrt. Die Philologin Mania Hahnloser-Sarpakis aus Bern erhielt die Ehrenwürde für ihren Einsatz bei der Verbreitung der französischen und frankophonen Literatur und Kultur.

Der deutsche Literaturtheoretiker Hans Christoph Buch wird in der Laudatio als Exponent einer engagierten Weltliteratur beschrieben, der unter anderem die Verbindungen zwischen Aufklärung und Gewalt erforscht.

Der in Solothurn geborene Martin Kohli, Professor für Soziologie, hat sich etwa mit wegweisenden Arbeiten zum historischen Wandel des Lebenslaufs im Zuge der gesellschaftlichen Modernisierung einen Namen gemacht. Auch Peter Jenni, geboren im bernischen Iffwil, erhielt einen Ehrendoktortitel. Er wurde namentlich für seine Mitarbeit am Cern geehrt.

Preis für Geschichtsprofessorin

Der mit 100'000 Franken dotierte Hans-Sigrist-Preis geht in diesem Jahr an die Geschichtsprofessorin Jennifer Klein. Sie ist an der Universität Yale tätig und engagiert sich stark in aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.

Mit ihrer Forschung zur Entstehung der Sozialen Sicherheit und zur Geschichte des sogenannten «care work» verbindet Klein auf brillante Weise Sozial-, Wirtschafts-, Politik- und Geschlechtergeschichte, wie die Universität schreibt. Klein habe die Geschichte des Sozialstaates neu dargestellt. (gbl/sda)

Erstellt: 06.12.2014, 12:46 Uhr

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