Erster Spatenstich beim Fachhochschul-Campus Biel

In den kommenden Jahren entsteht auf dem Bieler Feldschlössli-Areal Schulraum für 2500 Studierende und Dozierende der Berner Fachhochschule. Am Freitag begannen die Bauarbeiten.

Visualisierung des künftigen BFH-Campus in Biel. Die Schule soll hier 2022 einziehen.

Visualisierung des künftigen BFH-Campus in Biel. Die Schule soll hier 2022 einziehen.

(Bild: zvg)

Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte bei der Zeremonie zum ersten Spatenstich, der Bau sei ein wahrer Glücksfall. Denn der offizielle Baustart bedeute, dass ein wichtiger Eckpfeiler für die Bildung im Kanton Bern gesetzt werde.

Mit dem Wort «Glücksfall» nahm Egger Bezug auf den Namen desjenigen Projekts, das im Architekturwettbewerb für den Campus obenaus geschwungen hatte. Es heisst «Trèfle» oder auf Deutsch Klee oder eben Glücksklee. Die Zürcher Architekturgenossenschaft «pool» nannte ihren Vorschlag 2015 so, weil das Gebäude mit seinen drei Ausbuchtungen an ein dreiblättriges Kleeblatt erinnert.

Herbert Binggeli, der Rektor der Berner Fachhochschule (BFH), unterstrich anlässlich des Baustarts die Vorteile des Neubaus an einem gemeinsamen Standort: «Räumliche Nähe und kurze Wege ermöglichen betriebliche Synergien und vereinfachen die Zusammenarbeit», sagte Binggeli laut Mitteilung. Mit dem neuen Campus werde die BFH in der Bildungslandschaft Schweiz gestärkt. Biels Stadtpräsident Erich Fehr ergänzte, dass Biel als Innovationsstadt und Netzwerkstandort des Switzerland Innovation Park (SIP) den richtigen Nährboden für den Campus Biel biete. Die Verbindung von Wirtschaft, Lehre und Forschung sei wichtig für die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie.

Holzgebäude für zwei Departemente

Auf dem Feldschlössli-Areal unweit des Bieler Bahnhofs wollen Kanton Bern und die BFH ab 2022 die beiden Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule konzentrieren. Der bernische Grosse Rat hatte dazu im Juni 2017 einen Baukredit von 233,5 Millionen Franken freigegeben. Im Gebäude wird sehr viel Holz verbaut.

Die Aushubarbeiten für den neuen Schulkomplex waren bereits Anfang dieses Jahres gestartet worden. Sie werden mit archäologischen Grabungen koordiniert und dauern bis in den Frühsommer 2019.

Biels Stimmberechtigte hatten im September 2017 Ja gesagt zum Baurechtsvertrag und zum Kredit für den Kauf der noch fehlenden Parzellen sowie für Terrainsanierungen und Rettungsgrabungen. Am letzte Donnerstag sagte der bernische Grosse Rat auch Ja zu einem Projektierungskredit für den geplanten Campus Bern der Berner Fachhochschule und zu einem Kredit für den Architekturwettbewerb des geplanten Bildungscampus Burgdorf.

SDA

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