Der Fischotter ist in Bern daheim

Auch in diesem Sommer hatten die Fischotter an der Aare Junge. Dies ist ein Zeichen, dass sich die Tiere hier niedergelassen haben.

Dank den Fotofallen konnten bisher sieben Fischotter identifiziert werden.

Dank den Fotofallen konnten bisher sieben Fischotter identifiziert werden. Bild: Christof Angst

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Nicht nur süss, sondern auch für die Artenvielfalt relevant. Die Berner Otter hatten wieder Junge. Damit ist ein weiteres und beinahe ausgestorbenes Wildtier daran, sich wieder im Kanton Bern anzusiedeln. Zwischen Bern und Thun seien in den letzten Monaten regelmässig zwei Weibchen mit Jungtieren von den Fotofallen erfasst worden, teilt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit. Die sei ein Hinweis darauf, dass sich der Fischotter in der Schweiz wieder etabliere.

Karin Thüler vom Jagdinspektorat des Kantons Bern geht davon aus, dass im Moment mindestens sieben Fischotter an der Aare zwischen Bern und Thun leben. So viele Tiere konnten mit der Fotofalle identifiziert werden. Genetische Nachweise einzelner Tiere gebe es aber nicht.

Der Fischotter war Ende 19. Jahrhunderts in der Schweiz ausgestorben. Konsequente Verfolgung, Lebensraumverlust und Gewässerverschmutzung hatten dazu geführt. Nun wandert der Fischotter aber aus Österreich und Frankreich wieder ein. Dort haben sich die Populationen bereits wieder vermehrt.

Der Bund will zusammen mit den Kantonen eine nationale Fischottergruppe bilden. Dieser gehört auch der Kanton Bern an. Die Gruppe soll allfällige Probleme im Zusammenleben der Menschen mit den Tieren frühzeitig erkennen. Vor allem wenn der Fischotter sich an einem Ort aufhalte, wo der Fischbestand bedroht sei, müsse die Gruppe nach einer Lösung suchen, sagt Thüler. Fische sind eines von verschiedenen Beutetieren des Otter. Wenn nötig frisst er aber auch Schnecken oder Frösche. (Der Bund)

Erstellt: 16.10.2017, 17:29 Uhr

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