Christine Häsler soll für Grüne Ständeratssitz erobern

Nun ist klar, wer für die Grünen des Kantons Bern bei den nationalen Wahlen von nächstem Jahr einen Ständeratssitz erobern soll: Christine Häsler, Grossrätin aus dem Berner Oberland.

Der Parteivorstand schlägt Christine Häsler der Delegiertenversammlung vom 14. Oktober als Ständerats-Kandidatin vor.

Der Parteivorstand schlägt Christine Häsler der Delegiertenversammlung vom 14. Oktober als Ständerats-Kandidatin vor. Bild: Adrian Moser (Archiv)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Parteivorstand schlägt sie der Delegiertenversammlung vom 14. Oktober als Kandidatin vor. Als bestens vernetzte, bündnisfähige Politikerin bringe die langjährige Fraktionspräsidentin der Grünen im bernischen Grossen Rat ideale Voraussetzungen mit, um den Kanton Bern im Ständerat zu stärken. Das schreiben die bernischen Grünen in einer Mitteilung.

Häsler ist seit 2002 Mitglied des bernischen Kantonsparlaments und präsidierte die Fraktion zwischen 2006 und Mai dieses Jahres. Beruflich ist die 51-jährige als Leiterin Kommunikation der Kraftwerke Oberhasli (KWO) tätig. Laut der Mitteilung engagiert sich Häsler vor allem für sozial- und gesellschaftspolitische Themen.

Wohl gemeinsam mit der SP

Der Vorstand der Grünen hat die Geschäftsleitung der Partei auch ermächtigt, für die Ständeratswahlen Verhandlungen mit der SP des Kantons Bern aufzunehmen. Es gehe darum, die glaubwürdige Zusammenarbeit der letzten Jahre fortzuführen und gemeinsam die ausgeglichene Vertretung des Kantons Bern im Ständerat zu verteidigen.

Derzeit vertreten Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) den Kanton Bern im Ständerat. Bei den Ständeratswahlen von 2011 zog sich Grünen-Kandidat Alec von Graffenried nach dem ersten Wahlgang zugunsten von Hans Stöckli (SP) zurück, worauf SVP-Kandidat Adrian Amstutz die Wahl in den Ständerat nicht schaffte. Dieser hatte im ersten Wahlgang noch das beste Resultat aller Kandidierender erreicht.

Der Präsident der SP des Kantons Bern, Roland Näf, sagte dazu auf Anfrage, die Parteispitzen von Grünen und SP hätten schon über die Ständeratswahlen gesprochen. Am SP-Parteitag von Anfang November werde der Basis die Zusammenarbeit zum Beschluss vorgelegt. SP und Grüne seien sich einig, dass auch der rot-grün denkende Teil des Kantons Bern im Ständerat vertreten sein müsse.

Die SP und die Grünen würden wohl ähnlich wie bei den Ständeratswahlen von 2011 vorgehen, so Näf weiter, also mit einer gemeinsamen Kampagne und gemeinsamen Plakaten.

Stöckli hat noch nicht entschieden

Näf sagte auch, er gehe von einer erneuten Ständeratskandidatur des früheren Bieler Stadtpräsidenten Hans Stöckli aus. Wenn dem nicht so wäre, würde die SP eine andere Person nominieren.

Stöckli selber sagte am Dienstag auf Anfrage, er habe sich noch nicht definitiv entschieden und werde den Entscheid zu gegebener Zeit bekanntgeben. Noch dränge ja die Zeit nicht. Der Entscheid des Vorstands der Grünen, Christine Häsler als Kandidatin vorzuschlagen, beeinflusse seinen Entscheid «sicher nicht negativ». (rv/sda)

Erstellt: 09.09.2014, 12:50 Uhr

Artikel zum Thema

Grüne planen neue Kandidatur für den Ständerat

Heute legen die Delegierten der Berner Kantonalpartei die Strategie für die Wahlen 2015 fest. Damit fällt auch ein Vorentscheid für oder gegen eine Kandidatur von Jo Lang. Mehr...

Ständerat will Kroatien mit 45 Millionen Franken unterstützen

Der Ständerat will das Versprechen an die EU einlösen: Kroatien soll einen Kohäsionsbeitrag erhalten. Thomas Minder spricht von einer taktischen Fehlentscheidung. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Zum Runden Leder 733. Caption Competition

History Reloaded Der missverstandene Imperialist

Werbung

Urban und trendy?

Mal im Selbstversuch, mal beim Ortstermin. Oft mit Nachgeschmack. Immer allumfassend.

Die Welt in Bildern

Trägt ein aufwändiges Kostüm: Ein maskierter Mann posiert bei einer Kundgebung des senegalesischen Präsidenten in Dakar für Fotografen. (21. Februar 2019)
(Bild: MICHELE CATTANI) Mehr...