Biber dürfen nicht mehr graben

Ein Drahtgitter am Ufer der Ösch in Koppigen soll die Biber daran hindern, sich nochmals unter der Strasse einzunisten.

Dass eine Strasse über den Bau führte, störte die Biber in Koppigen nicht. Dummerweise stürzte die Strasse Anfang Juni ein, und nun müssen die Biber eine neue Wohnung bauen. Doch unterhalb der Strasse dürfen sie nicht mehr wohnen.

Dass eine Strasse über den Bau führte, störte die Biber in Koppigen nicht. Dummerweise stürzte die Strasse Anfang Juni ein, und nun müssen die Biber eine neue Wohnung bauen. Doch unterhalb der Strasse dürfen sie nicht mehr wohnen.

(Bild: Beat Hauenstein/Pro Natura)

Naomi Jones

Die Willadingenstrasse in Koppigen ist fürs Erste geflickt. Biber haben sie zum Einstürzen gebracht. Das heisst, sie haben sie vom Ufer der Ösch her unterhöhlt und sich darin einen Bau gebaut. Drei Meter lang war das Loch unter der Strasse. Anfang Juni stürzte sie ein. Die Bauten und Höhlen seien ausgegraben worden, sagt Strasseninspektor René Wälchli. Biber sei keiner gefunden worden, weder tot noch lebendig.

So weit, so gut. Doch wird sich der Biber das gefallen lassen? Wird er nicht einfach zurückkehren? Um dies zu verhindern, werde nun in einer zweiten Phase längs zur Strasse das Ufer des Bachs mit einem Drahtgitter gesichert, erklärt Wälchli. Die Strasse ist allerdings ein Problem für die Biber. Innerhalb eines Jahres sind vier Tiere überfahren worden. Der Biberspezialist bei Pro Natura, Peter Lakerveld, sagt, die Strasse sei die häufigste Todesursache für Biber.

Das gesicherte Ufer wird neu die Strasse vor dem Biber schützen. Aber wie lässt sich der Biber vor der Strasse schützen, wenn er nicht mehr untendurch graben kann? «Die jungen Tiere wandern, um neue Reviere zu finden.» Ein anderer Grund sei das Nahrungsangebot auf der anderen Seite der Strasse. So wird vermutet, dass die vier überfahrenen Biber ihrer Lust nach Zuckerrüben und anderen Feldfrüchten nicht widerstehen konnten. Eine Unterführung für die Biber zu bauen, sei wohl zu teuer, sagt Lakerveld. Die einfachste und günstigste Lösung wäre, wenn die Bauern nicht gerade Lieblingsgerichte wie Zuckerrüben und Mais in der Nähe der Strasse anpflanzen würden.

DerBund.ch/Newsnet

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